Schönau:
KG Grün-Weiss Schönau erlebt mit Prunksitzung einen der Höhepunkte ihrer Jubiläumskampagne
Zum 55. Mal Lacher aus der Bütt
Von unserer Mitarbeiterin Angelika Engler
"De Molli" (li.) machte den nicht ganz leichten Anfang auf der Sitzung. Bei Günter Dudenhöffer (ob.re.) sowie "Boxer und Michael" (u.re.) tobte der Saal.
© Rittelmann
Die Karnevalsgesellschaft Grün-Weiss Schönau hat auf der Zielgeraden ihrer 55. Kampagne eine stimmungsvolle Prunksitzung gefeiert. Mit vielen Ahois war zu Beginn das Prinzenpaar, Tanja I. und Marcel I., mit seinem Gefolge und der Garde in den Saal einmarschiert. Präsident Andreas Ellwanger und Vizepräsident Stephan Meyer begrüßten unter den Gästen auch den SPD-Bundestagsabgeordneten Stefan Rebmann, den SPD-Landtagsabgeordneten Stefan Fulst-Blei sowie die Stadträtinnen Regina Trösch (CDU) und Andrea Safferling (SPD).
Zu Beginn der Sitzung schien es jedoch als wollte sich die Stimmung noch nicht so richtig breitmachen. Auch der Auftritt von "De Molli" als Magier sorgte zunächst nicht für viel mehr Lacher. Der Applaus war eher verhalten als begeistert. Das änderte sich schlagartig, als die Kurpfälzer Traumtänzer, ein Männerballett aus Käfertal, die Bühne betraten. Sie schafften es, das Publium mit ihrer Darbietung von den Stühlen zu reißen.
Die närrische Stimmung zog sich von da an durch den ganzen Abend. Viel Applaus bekamen auch Boxer und Michael (Eckart Güttler und Michael Luksch), Hans Schmitt, der sich als "Vereinsmeier" bezeichnete sowie der Mann mit der Gitarre, Günter Dudenhöffer, und der Mann mit dem Koffer, Manfred Baumann.
Für regelrechte Begeisterung sorgte zudem wieder mal das Duo "Babbel Net(t)" in Person von Horst Siegholt und Pit Karg. Die Rolle als treudoof blickender "Filsbacher" verkörpert Siegholt so überzeugend, dass man alleine über dessen Mimik lachen muss.
Von allen Akteuren wurde nach ihren Auftritten lautstark Zugaben eingefordert. Für weitere Stimmungsmusik, die den ganzen Saal zum Mitsingen und Mitschunkeln animierte, sorgten Horst Karcher, Erwin Hamberger und die Gruppe Die drei Brados. Zwischen den Auftritten in der Bütt' zeigten Jugendtanzmariechen Celine Meyer, Tanzmariechen Melissa Rehberger, die Krümel- und die Offiziersgarde Tänze, die sie für diese Jubiläumskampagne einstudiert hatten.
Das Finale der Prunksitzung bestritt die Karlsterner Hexenzunft. Dem Vorsitzenden der Kultur- und Interessengemeinschaft Schönau, Willi Hamberger, blieb dabei die Folter nicht erspart. Gefesselt musste er sich den Ritualen des Luzifer (Markus Schüpferling) und dessen Zweiten Zunftmeisters (Tobias Schüpferling) hingeben. Sehr zur Freude der Gäste im voll besetzen Saal.
Spenden statt Geschenke
Wie in jedem Jahr so waren auch die Vertreter der 1. SKG "Die Stichler" wieder mit einem Reisebus unterwegs, um den vielen Vereinen in der Nachbarschaft einen Besuch bei ihrer Rundreise abzustatten. So zog die ganze Besatzung des Busses - mit ihrer Prinzessin Jenny I. an der Spitze - unter vielen Ahois und großem Beifall noch vor der Folter der Hexenzunft in den Saal ein. Vorher hatte bereits das Prinzenpaar der Stadt Mannheim, Jana I. und Jörn I., im Siedlerheim vorbeigeschaut.
Da das Prinzenpaar sich zuvor entschlossen hatte, auf Geschenke zu verzichten und stattdessen für die Kinder-Leukämieforschung zu sammeln, überreichte der Präsident ihnen einen Umschlag mit der Summe von 488,88 Euro. Die Summe setzte sich aus den bereits von Grün-Weiss-Mitglied August Mehl gesammelten 300 Euro bei der letzten Seniorensitzung und Spenden der Senatoren und des Elferrats zusammen. Traditionell rundeten dann Ursula und August Mehl die Spende zu einer närrischen Summe auf.
Da die gute Stimmung bis zum Schluss anhielt, war es für Präsident Andreas Ellwanger nicht leicht, sich von dem immer noch feiernden Publikum zu verabschieden. Sein Dank richtete sich vor allem an Sandra Meyer für die Regie und James Scholl für die Technik. Beide hatten bei der Jubiläums-Prunksitzung für einen reibungslosen Ablauf ohne Verzögerungen gesorgt.
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