Friedrichsfeld

Friedrichsfeld Meisterschüler Amadeus Certa stellt derzeit in der Golestani Gallery in Düsseldorf aus

Schon im Kindergarten auf sein Talent aufmerksam geworden

Es scheint so, als ob ein besonderer Name zu einer außergewöhnlichen künstlerischen Qualifikation verpflichtet. Doch anders als sein Namensvetter Mozart, hat sich der Friedrichsfelder Amadeus Certa nicht der klassischen Musik verschrieben, sondern der Malerei. "Für mich ist Malen eine ganz natürliche Ausdrucksform", schildert der 24-Jährige. "Daher wünsche ich mir, dass meine Malerei anderen et-was bedeutet."

Schon früh war er auf sein Talent aufmerksam geworden, der Weg in eine künstlerische Laufbahn war daher schon früh vorgezeichnet gewesen. "Schon im Kindergarten waren meine "Arbeiten" immer besser als die der anderen. Das hat sich dann so fortgesetzt. Allerdings war mir lange Zeit nicht klar, dass man davon auch leben kann", erklärt er.

Nach dem Abitur studierte Certa von 2011 bis 2016 an der Kunstakademie in Düsseldorf und erhielt dort von seinem Professor, dem berühmten österreichischen Maler, Graphiker und Plastiker Siegfried Anzinger den Meisterschülertitel und den Preis für den besten Abschluss. Im Jahr 2016 wurde er für seine Rundgangspräsentation mit dem Förderpreis der Kunstakademie Düsseldorf sowie dem Champagne Jacques Picard Kunstförderpreis ausgezeichnet. "Natürlich ist das eine Ehre. Wenn man aber in seine Bilder vertieft ist, dann ist einem der Titel nicht wichtig", sagt Certa ganz bescheiden. "Natürlich liest sich das in einer Vita sehr gut, aber mein Aushängeschild sind meine Arbeiten."

Und genau diese darf er derzeit auch in der Golestani Gallery in Düsseldorf präsentierten. Unter dem Titel "Als das Bild zu verschwinden begann" (Wirklichkeitskonstruktionen) werden dort Exponate von ihm ausgestellt. "Amadeus Certas Bildfindungen untergraben das klassische Bild-Konzept des Raumgefüges, der traditionellen Perspektive und Raumwahrnehmung. Vielmehr beschwören sie ihre eigene Welt zwischen Figur und Form, in einem Versteckspiel, das das Verhältnis von Linie und Fläche in jedem Bild neu gewichtet", heißt es von Seiten von Roozbeh Golestani, dem Galeristen. Bis zum 22. Mai ist die Ausstellung noch zu besichtigen.

Bereits zuvor waren Arbeiten von Certa in diversen anderen Ausstellungen zu sehen. 2013 stellte er mit anderen Malern im Zentrum für Zeitgenössische Kunst in Warschau aus, 2014 in der Fenstergalerie Düsseldorf, 2015 schon einmal in der Golestani Gallery in Düsseldorf und 2016 unter dem Titel "Sehfest - Junge Kunst der Kunstakademie Düsseldorf" in der DZ Bank Düsseldorf. Und dies sollte erst der Anfang sein. "Im September werde ich in Karlsruhe ausstellen. Zudem bewirbt sich mein Galerist für Messen, um dort vertreten zu sein", schildert Certa seine Pläne für die nahe Zukunft.

Ganz oben auf der Agenda steht jedoch, eine Ausstellung in den USA zu verwirklichen. "Das ist natürlich ein Traum, aber aufgrund der derzeitigen politischen Lage haben wir das erst einmal zurückgestellt", erklärt er mit Blick auf die iranischen Wurzeln seines Galeristen und taucht wieder ganz gedankenversunken in seine nächste Arbeit ab.