Tennis

Tennis Mannheim hofft auf Einsätze in der Bundesliga-Saison

Haas und Thiem auf Grün-Weiss-Meldeliste

Mannheim.Die Vorbereitungen auf die kommende Saison in der Tennis-Bundesliga laufen auf Hochtouren, nicht nur beim TK Grün-Weiss Mannheim. Inzwischen sind die Meldelisten aller Bundesligisten abgegeben - und der Mannheimer Kader hat es in sich. Dominic Thiem (unteres Bild), die Nummer acht der Weltrangliste, ist erneut dabei, doch noch eine weitere spannende Personalie findet sich im GW-Aufgebot: Tommy Haas (oberes Bild). "Wenn so eine Legende uns mitteilt, dass er gerne kommt", führt Gerald Marzenell aus, "dann wären wir dumm, wenn wir ihn nicht melden würden."

Der Teammanager weiß zwar, dass ein Einsatz der beiden Publikumsmagneten nicht garantiert ist, sieht aber gute Möglichkeiten dafür. "Wir haben lange überlegt, wenn die Chance unter 50 Prozent gewesen wäre, dann hätten wir das nicht gemacht", lässt er Hoffnungen aufkeimen. Im Austausch steht er sowohl mit Thiem als auch mit Haas des Öfteren. "Wir sehen uns wieder beim Turnier in München, schreiben uns auch so immer wieder", sagt Marzenell und betont: "Dominic wird selbst entscheiden, ob und wann er spielt - so ist es ausgemacht." Das gehe nur, weil seine Verbundenheit mit den Mannheimern stark sei. "Die Jungs sind ja auch nur Menschen und keine Maschinen", schmunzelt Marzenell, der den finanziellen Aspekt genau kennt: "Durch das Viertelfinale in Indian Wells verdient Thiem zwei Drittel unseres gesamten Etats, das Geld spielt also dabei keine Rolle." Die Spieler seien gerne Teil des Mannheimer Teams.

Das erste Heimspiel ist gleich ein Kracher: Aufsteiger TC Weinheim kommt am 16. Juli ans Neckarplatt. "Dieses Derby ist für die Region riesig", freut sich Marzenell auf den tollen Auftakt. Ohnehin sei der Sport in Mannheim gut verankert. "Tennis hat hier einen großen Stellenwert", freut er sich. Dass Haas seine Karriereende nach zwei Jahrzehnten mit einer letzten Saison bei Grün-Weiss abschließt, passt da ideal ins Bild.

Doch selbst wenn der Altmeister und der Topstar letztendlich doch nicht aufschlagen würden, wäre der Kader gut aufgestellt, da ist sich Marzenell sicher. "Wir haben zehn oder elf Spieler, die im Zweifelsfall auch jedes Wochenende spielen würden", freut er sich über die personelle Situation: "Wir kommen also nicht in die Bredouille." Diese Ausgangslage hatte die Nominierungen von Haas und Thiem erst ermöglicht, wie auch Marzenell betont: "Wenn die Luft zu dünn ist, musst du aufpassen. Da kannst du dann niemanden nominieren, der vielleicht gar nicht spielen kann." (msc)