Handball

Handball-Bezirksoberliga TVL beim punktlosen TV Einhausen

Angst vor der Blamage

Lampertheim."Da kann man eigentlich nur schlecht aussehen", meint Norbert Metzger, Trainer des Handball-Bezirksoberligisten TV Lampertheim, vor dem Spiel beim TV Einhausen. Wenn die Spargelstädter morgen Abend um 18 Uhr beim punktlosen Schlusslicht antreten, dann geht es in erster Linie um eines: "Wir wollen uns nicht blamieren und die erste Mannschaft sein, gegen die Einhausen punktet", stellt Metzger klar. "Bei allem Respekt vor dem Gegner. Wir fahren da hin, um einen klaren Sieg zu landen."

Die Gastgeber planen schon seit langem für die neue Runde in der Bezirksliga A und die Verantwortlichen um Abteilungsleiter Sören Herrmann betonen schon jetzt, dass es auch eine Klasse tiefer erstmal nur um den Klassenerhalt gehen wird, zumal nun auch noch zwei der ohnehin nicht sonderlich vielen Leistungsträger den Verein verlassen: Rückraumspieler Nils Bohrer und Torhüter Roman Lammer schließen sich dem Bezirksoberligisten SKG Bonsweiher an.

Vor dem Spiel gegen Lampertheim wird in Einhausen auch Trainer Uwe Groß nach nur einer Saison verabschiedet werden. Der frühere TVL-Coach zog trotz aller personeller Probleme die Spielzeit komplett durch, "während andere sicher schon hingeworfen hätten", zollt auch Norbert Metzger seinem Kollegen großen Respekt. "Mit dieser Mannschaft hätte kein Trainer der Welt die Klasse halten können."

Die Lampertheimer wollen mit einem Auswärtserfolg ihren siebten Rang vor dem punktgleichen TuS Griesheim halten und sich die Chance auf Platz sechs wahren. "Aber bei drei Punkten Rückstand und nur noch zwei Spielen wird das sehr schwer", so Metzger, dessen Abschied dann eine Woche später im Heimspiel gegen den SV Erbach ansteht. "Das sind zwei Spiele, aus denen wir noch vier Punkte holen müssen und dann können wir hier auf eine schöne gemeinsame Zeit zurückblicken", fordert der erfahrene Trainer. "Mit einer stabilen Deckung gilt es wieder den Grundstein zu legen und vorne dürfen wir nicht zu überhastet agieren, sondern müssen ganz ruhig unsere Chancen herausspielen", erklärt Metzger, der gegen Einhausen besonders vor überraschenden Aktionen warnt: "Das war manchmal schon etwas unorthodox, was der TVE gespielt hat. Da müssen wir aufpassen. Aber eigentlich darf dort nichts anbrennen." me