Kommentar

Dritte, aber gute Wahl

Das ist schon etwas erstaunlich: Jahrelang präferierte das Land für den Neubau des Polizeipräsidiums einen Standort auf der Parkinsel, dann favorisierte es das Halberg-Gelände und nun soll eine Fläche an der Heinigstraße bebaut werden. Nicht minder verwunderlich: Nach früheren Angaben des Ministeriums sollte das Grundstück eigentlich mindestens rund 8000 Quadratmeter groß sein - nun kommt ein deutlich kleineres Areal zum Zug. Das Gelände am Südwestknoten ist quasi die dritte Wahl - aber letztlich eine ganz gute Lösung.

Dies liegt vor allem an der sehr zentralen Lage. Vom Südwestknoten sind die Beamten schnell bei den Brennpunkten in der Innenstadt und über die Hochstraße rasch auch an anderen Einsatzorten. Erweiterungsmöglichkeiten bietet das Gelände aber nicht. Ob dies langfristig von Nachteil sein wird, ist derzeit nicht abschätzbar. Der Standort Heinigstraße ist auf jeden Fall deutlich besser als das etwas abseits gelegene Gelände auf der Parkinsel, das nur über zwei Zufahrtsstraßen erreichbar ist - was aus einsatztaktischen Gründen unbefriedigend ist.

Mit der Grundsatzentscheidung für den Standort ist das Thema Polizeineubau aber noch lange nicht durch. Gerade nach der sehr langen Geländesuche muss das Land nun einen schnellen Baubeginn im Auge behalten und baldmöglichst Gelder bereitstellen. Die baulichen Zustände im alten Präsidium sind unerträglich. Man kann nicht nur in offiziellen Reden die wertvolle Arbeit der Polizei loben - den Worten müssen weitere Taten folgen.

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