Obdachlose

Obdachlose Polizei entdeckt drei Menschen im Tunnel

S-Bahnen ausgebremst

Frankfurt.Mehrere Obdachlose im Frankfurter S-Bahn-Tunnel haben den Berufsverkehr gestern Morgen ordentlich ausgebremst. Es sei zunächst gemeldet morgen, dass eine Person von der Station Hauptwache aus in Richtung Taunusanlage in den Tunnel gelaufen sei, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Letztlich seien dann sogar drei Menschen ohne festen Wohnsitz in dem Tunnel entdeckt worden. Wegen des Einsatzes musste der Tunnel rund 40 Minuten lang bis 6.45 Uhr gesperrt werden, wie ein Bahnsprecher sagte.

Gefährliche Schlafplatzsuche

Auf der Suche nach einem trockenen und geschützten Schlafplatz zog es in den vergangenen Monaten viele Obdachlose in den S-Bahntunnel. Ein 49-Jähriger wurde Anfang Februar tot an der unterirdischen Strecke gefunden, die zu den meistbefahrenen in ganz Deutschland gehört. Er war nach Polizeiangaben in der Nähe seines Lagers unter Tage gestürzt und mitgeschleift worden.

Über die Gründe der gefährlichen Schlafplatzsuche können Sozialarbeiter nur spekulieren. Jürgen Mühlfeld, Leiter des Diakoniezentrums für Wohnsitzlose, meint: Dass die Männer die Gefahr und den Zuglärm in Kauf nehmen, zeige, wie stark ihr Bedürfnis ist, für sich und geschützt zu sei. lhe