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Demonstration Menschenkette durch das Frankfurter Nordend macht mit 2500 Teilnehmern auf Risikostellen aufmerksam

Schüler fordern mehr Rücksicht im Straßenverkehr

Frankfurt.Schüler, Eltern und Lehrer haben mit einer Menschenkette in Frankfurt gegen rücksichtslose Auto- und Radfahrer demonstriert. Nach Angaben der Organisatoren und der Polizei beteiligten sich gestern morgen 2500 Menschen an der Aktion.

Quer durch Frankfurts Nordend reichten die Teilnehmer ein Staffelholz weiter mit einem Stadtplan, auf dem 35 Risikostellen im Straßenverkehr für die Schüler markiert sind. Der Frankfurter Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) nahm den Stadtplan in der Holzhausenschule, dem Endpunkt der Menschenkette, entgegen. Oesterling kündigte an, dass Problemstellen überprüft werden sollen.

Elterntaxis in der Kritik

Aufgerufen zu der Demonstration hatte ein Aktionsbündnis von Elternvertretern mehrerer Schulen und die Kinderbeauftragte aus dem Nordend. Die Aktion richtete sich gegen rücksichtlose Autofahrer und Radfahrer, wie Mitorganisatorin Anja Littig erklärte. Kritik äußerte das Bündnis auch an Elterntaxis. "Eltern lassen Kinder oft zu schnell raus", sagte Littig.

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) kam mit dem Rad bis vor die Holzhausenschule und sagte: "Die Kinder haben Angst, die Eltern haben Angst." In vielen Stadtteilen mit Schulen sei sowohl bei Rad- als auch bei Autofahrern das korrekte Verkehrsbewusstsein nicht ausgeprägt. Er werde sich mit Schulvertretern und dem Verkehrsdezernenten zusammensetzen und über Maßnahmen reden. lhe