Leserbrief

Zum Thema Bewerbung zur Bundesgartenschau

Kaum noch Luft für Buga

Es ist grundsätzlich alles zu begrüßen, was den guten kulturellen Ruf von Mannheim festigt und die Stadt anziehender macht. Für die geplante Bewerbung für eine Bundesgartenschau gilt es aber zu bedenken, ob das ehrgeizige Vorhaben später auch bezahlt werden kann. Wenn auch Zuschüsse gewährt werden, sind doch sicher im Voraus Leistungen zu erbringen, die zunächst vom Etat der Stadt getragen werden müssen.

Ohnedies ist die Kasse in Mannheim ja sehr stark von den sozialen Verpflichtungen belastet. Und diese Belastungen werden nicht geringer. Ob dann noch Luft für diesen Zweck verbleibt, erscheint fraglich. Kann die Stadt so etwas schultern?

Mannheim in eine Oase der Natur verwandeln zu wollen, ist sicher ein lobenswertes Unterfangen, weil es auch den Wohnwert erhöht. Bei der Gesamtbewertung sollte allerdings auch nicht übersehen werden, ob mit der angestrebten Gartenschau eine Konkurrenz zu den Stadtparks entsteht. Auch eine weitere Subvention muss ins Auge gefasst werden. Es liegt in der Natur solcher Einrichtungen, dass sie später ohne Zuschüsse nicht auskommen. Sie sind ein Bestand des Gemeinwohls und daher zu begünstigen.