Leserbrief

Zum Thema Bundesgartenschau

Nein zu Mannheim 23

Nun haben also die Politiker der Stadt parteiübergreifend in überwiegend geheimen, nichtöffentlichen Sitzungen, auf eine Bundesgartenschau- Bewerbung geeinigt. Nein, keine "breite Mehrheit sagt ja zur BuGa". Eine Mehrheit selbstverliebter Politiker im Gemeinderat ist dafür. Da soll der Aubuckel, kaum fertig saniert, plattgemacht und verlegt werden.

Was soll mit den Buslinien sowie der Straßenbahnlinie 7 samt der Haltestellen, den Schienen, den Oberleitungen und den Signalanlagen werden? Wollen wir ein Mammutprojekt wie Flughafen BER, Stuttgart 21, Elbphilharmonie oder Kunsthalle, welche kostenmäßig normalerweise aus dem Ruder laufen und als moderne Bauten angesehen werden könnten, mit denen unsere Politiker auf Kosten der Bürger sich selbst ein Denkmal setzen wollen.

Die BuGa wäre das erste bekannte öffentliche Großprojekt, bei dem die Kosten eingehalten werden. Die von unseren Politikern bisher genannten Kosten für die BuGa sind systematisch falsch. Bei den BuGa Kosten muss man sehen, dass die Mannheimer nicht Geld im Überfluss haben, sondern, dass die Bundesgartenschau 2023 kreditfinanziert wird, was die Bürger zusätzlich belasten wird.

Hier sollten unsere Politiker den Bürgen ehrlich sagen, wie hoch sie jeden Bürger wegen der BuGa verschulden wollen. Bei allem Verständnis für die von Politikern behaupteten öffentlichen Interessen an einer Bundesgartenschau, man muss auch die begrenzten finanziellen Mittel der Stadt in Betracht ziehen, und städtische Aufgaben nach der Notwendigkeit im Sinne der Bürgerinteressen beurteilen.

Es wird ja gar nicht verlangt, dass unsere Politiker nach dem gesunden Menschenverstand handeln. Es soll nur unterschieden werden in notwendige Projekte und 'schön wäre es' Projekte. Eine Bewegung "Nein zu Mannheim 23" ist begrüßenswert und unterstützenswert. Meine Meinung: Stoppt den Unfug unserer Politiker.