Lokalsport Mannheim

Fußball FSV Frankfurt um Normalität bemüht

Wiesbaden kurz vor der Rettung

Frankfurt.Die Wege der beiden hessischen Vereine in der 3. Fußball-Liga können sich an heutigen Samstag vorzeitig trennen. Der FSV Frankfurt tritt beim Spitzenreiter MSV Duisburg an und könnte bei einer Niederlage und angesichts des zu erwartenden Abzugs von neun Punkten bereits an diesem Wochenende als Absteiger feststehen. Der SV Wehen Wiesbaden hingegen kann gegen den Tabellenzweiten SSV Jahn Regensburg den Klassenerhalt vorzeitig sichern.

"Wir stehen fünf Spieltage vor Schluss an der Ziellinie und müssen jetzt drüber gehen. Das ist ein tolles Gefühl, wenn man bedenkt, wo wir standen, als wir angefangen haben", sagte Wehens Trainer Rüdiger Rehm. Am 6. Februar hatte er den SVWW als 19. mit zwei Punkten Rückstand auf das rettende Ufer übernommen. Elf Spiele später beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsplätze neun Zähler.

Ein Sieg gegen Regensburg wird allerdings kein Selbstläufer. "Es ist eine tolle Herausforderung, hier gegen den Tabellenzweiten zu Hause anzutreten. Wir wissen, dass ein sehr guter Gegner kommt, der sich im Laufe der Saison hervorragend entwickelt hat", sagte Rehm.

Lettieries Rückkehr

Mit dabei ist auch Defensivspieler Niklas Dams, der unter der Woche einen neuen Vertrag bis zum 30. Juni 2019 beim SVWW unterzeichnet hat. "Wir haben unter Rüdiger Rehm eine gute Entwicklung genommen, die ich gerne weiterhin mitgestalten möchte, denn ich sehe noch großes Potenzial", sagte der Defensivspieler.

FSV-Coach Gino Lettieri verbindet die Reise nach Duisburg mit Erinnerungen an bessere Zeiten. Mit dem MSV war er 2015 in die 2. Bundesliga aufgestiegen, nun droht mit dem FSV der tiefe Fall. "Es ist schön, wieder dorthin zu kommen, dennoch zählen nur die drei Punkte. Mein persönlicher Anspruch ist es, egal wie die Situation ist, gute Leistungen abzurufen", sagte Lettieri.

Den drohenden Punktabzug und den dadurch bevorstehenden Abstieg will der FSV dabei ausblenden. "Wir machen uns keine Gedanken darüber, was wir in der aktuellen Situation nicht beeinflussen können. Wir wollen an den Spieltagen alles geben, so viele Punkte wie möglich holen und das Beste aus der Situation machen", sagte Lettieri. dpa