Ludwigshafen

Freizeit 120 Sportler kommen bei eisigen Temperaturen zur ersten Veranstaltung in diesem Jahr

Inlineskating in Winterkleidung

Ludwigshafen.Trotz sieben Grad Kälte und Wind herrschte prächtige Stimmung. Rund 120 Skater kamen am Mittwochabend auf den Berliner Platz, um danach gemeinsam 26 Kilometer auf Ludwigshafens Straßen zu fahren und damit die Skatenight-Saison zu eröffnen. Alle Teilnehmer trugen Schutzkleidung und Helme.

"Ich bin erst seit 18 Monaten in Deutschland und komme aus Aleppo in Syrien. Seit einem Jahr lebe ich in Ludwigshafen bei Pflegeeltern. In Syrien bin ich keine Inliner gefahren, das habe ich erst hier gelernt. Bei den Skatenights habe ich im vergangenen Sommer bereits teilgenommen. Jetzt freue ich mich auf die neue Saison und habe auch Freunde dabei", erzählte der 16-jährige Gymnasiast Mohamed Nour aus Ludwigshafen.

"Skaten heißt für mich Sport, Spaß und Ausgleich für meinen Job. Ich skate seit drei Jahren. Für den heutigen Lauf bin ich warm angezogen. Ich habe auch schon in Frankfurt bei einer Skatenight teilgenommen. Nach der Winterpause freue ich mich, wieder dabei zu sein", sagte Altenpflegerin Ingrid Genari (53) aus Ludwigshafen. Ein 57-jähriger Mannheimer lobte die Skatenights in Ludwigshafen und wünschte sich die "guten alten Zeiten" in Mannheim zurück.

Mit zügigem Tempo unterwegs

"Die Skatenight Ludwigshafen gibt es seit mehr als 15 Jahren. Pro Veranstaltung kommen bis zu 300 Teilnehmer. Alle, die sicher auf Inlineskatern stehen und eine längere Strecke in einem zügigen Tempo rollen können, sind herzlich eingeladen, sich uns anzuschließen", warb Michaela Bachmann vom Organisationsteam des veranstaltenden Vereins Rhein- Neckar Skater bei der Eröffnung.

"Wir werden von der Polizei, dem Rettungsdienst des Arbeiter-Samariter-Bundes, einem Musikauto, unserem Verschnaufbus und vielen Ordnern begleitet, die die Straßen für das Teilnehmerfeld freihalten", ergänzte sie und erläuterte den Streckenverlauf: "Wir beginnen ganz gemütlich mit der Lichterstrecke in zwei Runden. Erst fahren wir über die Parkinsel mit einer Pause in der Yorckstraße. Von dort aus geht es weiter in Richtung Friesenheim und zurück zum Berliner Platz", sagte Bachmann, die selbst seit 20 Jahren Inliner fährt.

"Die Skatenight ist immer etwas Besonderes. Das Interesse an Bewegung bringt die Menschen zusammen. Alle tragen sportliche Kleidung. Die Unterschiede sind in diesem Punkt aufgehoben. Somit gehen die Teilnehmer unbefangener aufeinander zu", meinte Bachmann.

"Die Skatenights sind die einzige Möglichkeit, auf der Straße zu fahren. Ich bin regelmäßig seit acht Jahren dabei, davon engagiere ich mich seit sechs Jahren als Ordner", hob Markus Gorth (42) hervor. "Ich komme aus Mutterstadt und freue mich riesig, wieder skaten zu können. Ich sorge mit für einen sicheren Ablauf. Ich skate seit rund 15 Jahren und habe dabei immer viel Spaß", ergänzte Ordner Patrick Keller.

Nach rund zweieinhalb Stunden Fahrt trafen die Sportler wieder am Berliner Platz ein. "Bei der ersten Veranstaltung ist alles optimal gelaufen. Es gab keine besonderen Vorfälle", resümierte Bachmann. Organisiert wird die Skatenight durch den Verein Rhein-Neckar Skater. Wer noch an seiner Fahrtechnik feilen möchte, kann Kurse an der Inlineschule besuchen.