Mannheim

Eichenprozessionsspinner Bürger weist Polizei auf Befall hin / Spiegelhaare können zu allergischen Reaktionen führen

Gefährliche Raupen besetzen Baum in Käfertal

Mannheim.Der Frühling lässt den Grünstreifen an der Edisonstraße Ecke Marconistraße in Käfertal erblühen - die Büsche erstrahlen in satten Farben. Doch ein Bäumchen ist grau-weiß, ein Schatten seiner selbst, ohne grüne Färbung. Es sind offenbar die Raupen des Eichenprozessionsspinners, die die Äste und Blätter völlig verhangen, quasi eingesponnen haben. Das ist nicht ungefährlich, weiß auch die Polizei. Bei ihr ging der Hinweis eines Bürgers ein, dass die Seidenraupen die Eiche besetzt haben. Daraufhin haben die Beamten den Bereich direkt mit Schildern als gefährlich markiert. Ein Papier hängt dort an dem rot-weißen Flatterband: "Achtung Gefahr, nicht betreten."

Gerade ältere Menschen und Kinder sind besonders gefährdet, sagte ein Polizeisprecher dieser Zeitung. Schmerzhaft ist es aber auch für alle anderen. Bei der aus Südosteuropa stammenden Schmetterlingsart tragen die Raupen giftige Brennhaare, auch Spiegelhaare genannt, die sich auch durch die Luft verteilen können. Diese enthalten ein Nesselgift, das bei Berührung Hautausschläge mit intensivem Juckreiz verursacht. Beim Einatmen kann es zu Atemnot, Asthma-Anfällen oder Schockreaktionen kommen, schreibt die Polizei.

Der Bereich wurde daher sicherheitshalber abgesperrt und mit Warnungen versehen, heißt es im Polizeibericht weiter. Die Beamten haben die Meldung an die Stadt weitergegeben, die den Verdacht und das weitere Vorgehen nun prüft, so ein Sprecher gestern auf Nachfrage.