Derby zwischen SV Waldhof und Offenbacher Kickers

Fußball SVW distanziert sich von Szenen am Spielende

Gerangel auf der Tribüne

Mannheim.Laut Polizeisprecher Martin Winter verlief die An- und Abreise von rund 900 Offenbacher Fans ohne größere Probleme, auch die Eskortierung der 400 mit den Zug angereisten OFC-Anhänger über die neue Route Glücksteinquartier - Neckarauer Übergang habe sich bewährt. Es sei lediglich zu kleineren Vorfällen gekommen.

Handfester ging es dagegen auf der Haupttribüne zu, wo nicht eingesetzte Spieler aus dem Kader der Offenbacher mit Besuchern aus dem Mannheimer Lager aneinandergerieten. Wer Auslöser des Streits war, konnte bislang nicht nachvollzogen werden. Als die OFC-Spieler in den Innenraum drängten, mischte sich hinter der Offenbacher Bank dann noch der private Ordnungsdienst in die Auseinandersetzungen ein.

"Ich finde es nicht besonders fair, dass unsere Spieler hier attackiert wurden. Das hatte der Rahmen dieses Derbys nicht verdient", bezog OFC-Trainer Oliver Reck Stellung zu den unschönen Szenen. Am Abend äußerte sich dann auch der gastgebende SVW. "Der SV Waldhof Mannheim distanziert sich von diesem Verhalten und entschuldigt sich bei den Betroffenen. Wir werden unseren Beitrag zur vollumfänglichen Klärung des Vorfalls leisten. Leider bekommt hierdurch ein ansonsten durchweg friedliches Derby, mit mehr als 10 000 Zuschauern, ein unrühmliches Ende", erklärte SVW-Geschäftsführer Markus Kompp.

Mittels Video-Aufnahmen soll ermittelt werden, von wem die Aggressionen ausgingen. Sollte der SVW seine Ordnungspflicht verletzt haben, könnte dem Tabellenführer ein Nachspiel drohen. (bro/th)

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