Vogelstang

Vogelstang Achim Judt von der MWS Projektentwicklungsgesellschaft berichtet im Arbeitskreis Konversion über die neuesten Entwicklungen im Gewerbepark

Sorge wegen LKW-Verkehr rund um Taylor

Was noch zu Zeiten von Konrad Hummel als Konversionsbeauftragter der Stadt Mannheim gute Tradition war, das hat der Arbeitskreis Konversion im Bürgerverein Vogelstang jetzt mit Hummels Nachfolger, Achim Judt, als Geschäftsführer der MWS Projektentwicklungsgesellschaft fortgeführt. Judt kam mit Plänen und jeder Menge interessanter Detailinformationen in die Freizeitstätte, um den Mitgliedern des Arbeitskreises zur Weiterentwicklung der Konversionsflächen Taylor und Benjamin Franklin Village Rede und Antwort zu stehen.

Die Vogelstängler bewegt vor allem die verkehrliche Erschließung des auf dem Taylor-Areal entstehenden Gewerbeparks mit Ansiedlung großer Logostikunternehmen und Lagerhallen. "Unser Ziel ist es, bei der Spreewaldallee einen Anschluss an die B 38 hinzubekommen", versicherte Achim Judt. Doch die Verhandlungen mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe gestalteten sich schwierig, zumal es auch um die Frage von Unterhaltungskosten gehe, sollte die B 38 tatsächlich mal zur Stadtstraße heruntergestuft und in Mannheimer Besitz übergehen.

Für den Bürgervereinsvorsitzenden Gunter U. Heinrich ist klar, dass hier eine Lösung gefunden werden muss. "Die Belastung für die Bewohner durch die Verkehrsführung über die Chemnitzer- und Magdeburger Straße kann auf Dauer so nicht akzeptiert werden", sagte er. Judt stellte seinerseits fest: "LKW haben in der Chemnitzerstraße nichts zu suchen." Diese solle einen Radweg bekommen und werde für den Schwerlastverkehr noch enger werden.

Signale in Richtung E-Mobilität

Im Hinblick auf die Schadstoff- und Lärmbelastung durch LKW-Verkehr verwies Achim Judt auf das E-Mobilitätskonzept, das man auf Taylor verfolge. So betreibe DHL in Bonn unter dem Motto "go green" Tests, wie man die E-Mobilität in der Fahrzeugflotte erhöhen könne. Auch Greenfield sei vertraglich verpflichtet, perspektivisch E-LKW einzusetzen. Über das Kompetenzzentrum Emissionsfreie Mobilität von Daimler-Benz erhoffe man sich zusätzliche Impulse, dass Logistik langfristig über E-Mobilität betrieben werden könne.

Arbeitskreismitglieder beklagten die zunehmende Vermüllung in diesem Bereich. "Die Pflege der Grünflächen wird mühsam", prophezeite ein Bewohner mit Blick auf den geplanten Grünpark, der Taylor einmal längs durchlaufen soll. Judt bestätigte: Die Unterhaltung und Pflege wird dem Fachbereich Gründflächen und Umwelt obliegen. Auf Altlasten angesprochen, erklärte er, dass alles, was als Belastung im Boden eingestuft werde, auch fachgerecht entsorgt werde. Allerdings sei entgegen den Erwartungen bisher relativ wenig belastetes Material gefunden worden.

Auch die Stellplatzfrage auf Taylor treibt die Vogelstängler um. Nach Angaben von Achim Judt müssen auf jedem Grundstück entsprechende Stellplätze nachgewiesen werden. Darüber hinaus entstünden 15 Prozent Stellflächen im öffentlichen Straßenraum. Wie Judt bestätigte, werde Taylor als Standort durchaus nachgefragt. 70 Prozent der Gewerbeflächen seien verkauft. "Auch bei kleinen Betrieben gibt es eine hohe Nachfrage", so Judt. Hier seien 15 bis 20 Prozent der Flächen verkauft, allerdings bereits 60 bis 70 Prozent reserviert. Bei Franklin interessierten vor allem die Anbindung zur Vogel-stang und die Schaffung sozialer Einrichtungen (wir werden noch berichten).