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Attentäter im Namen des IS

Nach dem Anschlag in Paris ist noch offen, wer genau der getötete Täter genau war und ob er Komplizen hatte.

Was bekannt ist

Der Tatablauf: Am Donnerstag gegen 21 Uhr schießt ein Mann auf dem Boulevard Champs-Élysées mit einem Sturmgewehr auf einen geparkten Mannschaftswagen der Polizei. Ein Polizist stirbt, zwei weitere Beamte sowie eine deutsche Passantin werden verletzt.

Der Attentäter: Die Polizei erschießt den Mann kurz nach dem Angriff.

Das IS-Bekenntnis: Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) reklamiert die Attacke für sich.

Ermittlungen: Polizisten durchsuchen die Wohnung des Angreifers im Pariser Umland. Außerdem werden drei Personen aus dem familiären Umfeld des Täters vernommen. Die Bundespolizei kontrolliert in der Nacht zu gestern einen Grenzübergang bei Saarbrücken.

Auswirkung auf die Wahl: Mehrere Kandidaten sagen Wahlkampfauftritte ab.

Was noch nicht bekannt ist

Der Täter: Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP aus Ermittlerkreisen soll der 39-jährige Franzose Karim C. der Täter gewesen sein. Im Februar sei er festgenommen worden, weil er die Absicht gezeigt habe, Polizisten zu töten - sei aber mangels ausreichender Beweise freigelassen worden.

Das Motiv: Das IS-Sprachrohr Amak nennt als Täter Abu Jussuf al-Beldschiki ("Der Belgier"). Diese Nachricht konnte zunächst nicht unabhängig auf ihre Echtheit überprüft werden. Sie wurde aber über Kanäle verbreitet, über die der IS in der Vergangenheit ähnliche Anschläge für sich beansprucht hat - etwa nach den Attacken in Ägypten oder London.

Komplizen: Das Innenministerium geht zunächst nur von einem Angreifer aus. Man könne aber nicht ausschließen, dass es Komplizen gebe.