ast jeder hat schon einmal davon geträumt, in einem Film mitzuspielen und berühmt zu werden. Um jedoch zu solch einem Film zu kommen, muss man häufig zuerst ein Casting bestehen.
Aber wie läuft so ein Casting ab und was muss man dort so alles machen? Mitglieder der BAnane-Jugendredaktion haben sich darüber informiert und an einem solchen Casting teilgenommen. Vor einiger Zeit suchte ZI-Stunts Film- und Stuntproduktion in Heppenheim Schauspieler für den Kurzfilm "Dreams". Die Firma ist erst kürzlich von München an die Bergstraße gezogen und vermittelt unter anderem Schauspieler und Models weiter an andere Agenturen und Projekte. Bevor wir uns bei dem Casting vorstellten, riefen wir erst einmal an und machten einen Termin aus. Am Ort des Geschehens angekommen, füllten wir zunächst einen Fragebogen aus mit Name, Geburtsdatum, Größe, Gewicht, Konfektions- und Schuhgröße. Danach bekamen wir einen kurzen Text, den wir auswendig lernen sollten, damit das Team unser schauspielerisches Talent besser beurteilen konnte. Als wir ihn einigermaßen beherrschten, kamen wir in das Büro. Der kurze, gelernte Dialog war dabei noch die leichteste Übung. Um zu zeigen, ob wir geeignet seien, mussten wir verschiedene Stimmungen vorspielen. So mussten wir auf Knopfdruck Traurigkeit, Wut, Begeisterung, Glücklichsein oder andere Gefühle ausdrücken. Außerdem sollten wir etwas über unsere Persönlichkeit erzählen. In den zwei Tagen, in denen das öffentliche Casting stattfand, meldeten sich rund 100 Leute, die alle eine Rolle ergattern wollten. Aber was genau braucht man, um Schauspieler zu werden? Wie die Produktionsfirma erklärt, muss man Talent und eine gewisse Ausstrahlung sowie ein gepflegtes Äußeres haben. Man sollte wandlungsfähig sein und das, was verlangt wird, verkörpern können. Schüler sollten zudem gut in der Schule sein, damit sie während der Dreharbeiten nicht in zu großen Stress geraten. Texte muss man natürlich auch auswendig lernen können und zudem dialektfreies Hochdeutsch sprechen.
Aber wie ist es, wenn man in einem Film mitspielen darf? Diese und andere Fragen hat Amrita Cheema in einem Interview beantwortet. Die 13-Jährige spielte im vergangenen Jahr im Film "Lippels Traum" an der Seite von Anke Engelke und Moritz Bleibtreu und ist nun auch bei "Dreams" mit im Boot.
BAnane: "Wie hast du dich gefühlt, als es hieß, dass du in dem Film 'Lippels Traum' mitspielen darfst?"
Amrita: "Ich habe mich wahnsinnig gefreut, denn es waren sehr, sehr viele Bewerberinnen in diesem Casting. Es war auch so etwas wie ein Beweis für mich, dass ich gut spielen kann."
BAnane: "Was muss man bei einem Dreh alles beachten?"
Amrita: "Also man sollte sich erst einmal überlegen, ob es wirklich seine Welt ist, denn wenn es einem keinen Spaß macht, ist man in der Medienbranche falsch. Zu beachten ist, dass man sich in eine komplett fremde Rolle reinversetzen muss und wirklich in dem Moment nicht man selber sein darf. Außerdem muss man Emotionen ausdrücken können auch ohne etwas zu sagen. Und ich glaube, dass das eigentlich so das Wichtigste ist und man auch sehr viel Übung und Erfahrung und natürlich auch einiges an Talent dafür benötigt."
BAnane: "Wie sieht eigentlich ein typischer Drehtag aus?"
Amrita: "Früh aufstehen, ins Kostüm, dann gleich in die Maske, anschließend zum Drehort, wo das Set schon fertig aufgebaut ist und bis zum Abend, natürlich mit kleinen Pausen, drehen. Am Abend geht man dann meisten schön essen."
BAnane: "Ist es sehr anstrengend, so einen Film zu drehen?"
Amrita: "Also arg anstrengend kann man so nicht sagen. Natürlich sind Nachtdrehs teilweise nicht das Angenehmste, aber wenn man sich so in die Arbeit vertieft, merkt man oftmals gar nicht, dass man in dem Moment müde oder erschöpft ist. Außerdem verging die Zeit auch sehr schnell, weil wir so viel Spaß hatten."
BAnane: "Musst du für die Schauspielerei viel tun, beziehungsweise hast du überhaupt noch Zeit für andere Hobbys?"
Amrita: "Ich nehme mir für meine anderen Hobbys Zeit. Natürlich muss man im Filmgeschäft viel für sich tun. Mein Glück ist aber, dass Sport und Pflege auch zu meinen Hobbys zählen."
BAnane: "Hast du schon vorher etwas in der Art wie ,Lippels Traum' gemacht, oder war dieser Kinofilm dein erstes Projekt?"
Amrita: "Ich habe vorher schon oft in Serien sowie in Werbungen mitgewirkt. Außerdem hatte ich bereits als kleines Kind schon mehrere Modeljobs." Nina Arens
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