Für den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier ist der Mittelstand das Rückgrat der Wirtschaft. Die Politik könne nur als Partner die infrastrukturellen Voraussetzungen für wettbewerbsfähige Standorte schaffen. Den Kreis Bergstraße sieht der Regierungschef dabei hervorragend aufgestellt. Hessenweit seien so viele Menschen in Arbeit wie nie zuvor. Um das Wirtschaftswachstum des letzten Jahres von 3,4 Prozent werde das Land "von aller Welt" bewundert.
Trotz Schuldenbremse werde die Landesregierung noch mehr Geld in Bildung und Forschung investieren. Zukunftsfähig sei nämlich nur, wer im Wettbewerb der besten Köpfe die Nase vorn hat. Bensheim und die Bergstraße befänden sich dabei nicht nur geografisch - durch ihre Nähe zum Rhein-Main-Flughafen als Tor zur Welt - in einer komfortablen Lage.
Den Gastgeber für das Mittelstands-Event, das börsennotierte Weltunternehmen TE Connectivity, bestärkte Bouffier in seiner Standortwahl. "Es gibt keinen besseren Platz für Ihr Geschäft", wandte sich der Ministerpräsident in englischer Sprache direkt an den eigens aus den USA angereisten CEO Tom Lynch (Bild).
Der gab sich bei seiner Firmenpräsentation selbstbewusst. Wer fliegen, Auto fahren, im Internet surfen oder telefonieren wolle, komme regelmäßig mit Produkten von TE Connectivity in Berührung. 14,3 Milliarden US-Dollar hat die Firma im letzten Geschäftsjahr erwirtschaftet, davon mehr als ein Drittel in der Automobilsparte mit ihrem Marketing- und Entwicklungszentrum im Bensheimer Westen. Dort sind 800 Mitarbeiter beschäftigt. Für ein knappes Drittel von ihnen wird gerade ein elf Millionen Euro teures Bürogebäude gebaut.
Das Treffen der Bergsträßer Wirtschaftskapitäne bildete den würdigen Rahmen für die Verabschiedung des WFB-Geschäftsführers Dr. Carl-Christian Beckmann. Seit Anfang des Monats leitet er als ordentlicher Professor den Lehrstuhl für Wirtschaftsförderung an der Dualen Hochschule Mannheim. Landrat Wilkes lobte Beckmann als "Lokomotive", die mit einem engagierten Team und hochkompetenten Ratgebern wie Gromer und Plenz die WFB zu einer in Hessen "einmaligen Gesellschaft" entwickelt habe. sl
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