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Freitag, 25.05.2012

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Hallenbad: Energieversorgung erreicht Leistungsgrenze

Mobile Heizstation steht Gewehr bei Fuß

Von unserem Mitarbeiter Othmar A. Pietsch

Viernheim. Die schon seit mehreren Tagen anhaltende Frostperiode bereitet so mancher Energieversorgung Probleme. Geplatzte Rohrleitungen oder ausgefallene Heizanlagen machen für die betroffenen Personen das Leben nicht gerade angenehm. Um die Wärmeversorgung im Hallenbad sicherzustellen, gehen die Stadtwerke Viernheim auf Nummer sicher und haben neben dem Gebäude eine mobile Heizstation aufgestellt und angeschlossen.

Während der Schornstein dieser Energiezelle kräftig weiße Wolken in den blauen Viernheimer Himmel bläst, spricht man bei den Stadtwerken nur von einer Vorsichtsmaßnahme. "Wir haben diese mobile Einheit, die mit Öl oder Gas betrieben werden kann, im vergangenen Jahr gekauft, um in Notfällen schnell für Abhilfe sorgen zu können. Wenn irgendwo bei unseren Kunden die Heizanlage ausfällt oder deren Leistung zu gering wird, dann können wir umgehend helfen", beschreibt Diplom-Ingenieur Andreas Schleehahn von den Stadtwerken die Vorgehensweise.

Der Heizkessel der mobilen Station schafft eine Leistung von bis zu 500 Kilowattstunden, die für knapp 70 Haushalte ausreichen würden. Um den Betrieb des Hallenbads auch während der herrschenden Minusgrade zu gewährleisten, steht die mobile Heizstation Gewehr bei Fuß.

Das soll so lange der Fall sein, wie die Temperaturen deutlich unter null bleiben. Weil der Fernwärmeversorgung aus den alten Blockheizkraftwerken im Rathaus nicht getraut wird, wurde in der Tiefgarage in den vergangenen Wochen ein gasbetriebener Heizkessel installiert, der wegen des noch fehlenden Außenschornsteins aber momentan noch nicht betriebsbereit ist. Nach Fertigstellung stünden dadurch sogar 750 Kilowattstunden für gut 100 Haushalte bereit.

Vor wenigen Wochen hieß es allerdings noch, dass diese im Bau befindliche Anlage den gesamten Hallenbadblock sowie einige benachbarte Gebäude mit Wärme versorgen soll. "Das Hallenbad wird mit seinem hohen Energiebedarf der Hauptabnehmer des neuen und modernen Heizwerks sein. Künftig ist die Energiegewinnung also näher am Geschehen und versorgt auch Gebäude in der Umgebung, speziell im Scheunenensemble", erklärte Diplom-Ingenieur Dirk Scheffner damals auf Nachfrage des "Südhessen Morgen". Jetzt ist nur noch von einer Reserveeinheit die Rede.

© Südhessen Morgen, Donnerstag, 09.02.2012

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