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Von Julia Giertz, dpa
Winnenden.
Ein Wasserlauf, Pflanzen und eine schicke moderne Rezeption: Durch dieses Foyer der kaufmännischen Schule in Waiblingen geht Todesschütze Tim K. in seinen Klassenraum - nichts deutet darauf hin, dass er nicht einmal 24 Stunden später 15 Menschen kaltblütig tötet und zahlreiche verletzt.
Es hätte gepasst: Tim K. bekennt im Internet sieben Stunden vor seinem Amoklauf: "Scheiße Bernd, es reicht mir. Ich habe dieses Lotterleben satt." Zweifelsfrei sei der Eintrag dem 17 Jahre alten Täter zuzuordnen, sagte Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech. Doch dann die peinliche Wende: Rech und Polizei rudern zurück. Wie konnte es dazu kommen?
Von Johannes Wagemann, dpa
Winnenden.
Die Winnender suchen zwei Tage nach dem Amoklauf nach Wegen, ihre Trauer zu verarbeiten. Wieder Halt zu finden. Viele sind ins Rathaus gekommen, um in einem Kondolenzbuch ihre Gefühle in Worte zu fassen. Andere suchen weiter nach Hilfe in der Betreuungsstelle gegenüber der Albertville-Realschule.
Von Jörg Taron, dpa
Berlin.
Der Revolver im Nachtschrank, die Pistole im Handschuhfach - nach Einschätzung von Hubertus Uelpenich sind das keine Einzelfälle. "Wenn wir so etwas einmal mitbekommen, ist das nur die Spitze des Eisberges", sagt der Waffenrechtsexperte, der zusammen mit einem Kollegen in der Kreispolizeibehörde Hochsauerland für 8000 Waffenbesitzer zuständig ist.
Von unserem Redaktionsmitglied Timo Schmidhuber
Mannheim.
Das Treppenhaus ist eng und unübersichtlich. Das Geschrei von Schülern erschwert die Konzentration, die eigene Todesangst lässt den Puls hämmern. Die Ausrüstung hängt bleischwer am Gürtel. Michael Thieme kann erahnen, was einen Polizisten in einem Schulhaus erwartet, in dem ein Amokläufer besinnungslos um sich ballert.
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