Welt-Down-Syndrom-Tag: Jeweils am 21. März wollen Interessenverbände die Lebenssituation dieser Behinderten in den Blickpunkt rücken - Besuch bei Gisela Großer
Von unserer Mitarbeiterin Christine Keck
Als Kind ist Gisela Großer der Tötungs- maschinerie der Nazis entkommen. Heute ist sie 67 Jahre alt und zählt zu den wenigen alten Menschen in Deutschland mit Down-Syndrom. Ein Besuch in ihrer oberschwäbischen Heimat.
Stirbt uns ein Kind, dann schmerzt das ohne Ende. Dann reißt das an uns, und wir fragen uns, warum es denn dieses ganz junge Blut sein muss und nicht wir, die Eltern, die Alten, wer sonst. Wie Beraubte sind wir dann, hätten unser Kind doch so gerne heranwachsen sehen. Jetzt aber ist es nicht mehr, für immer von uns fortgeflogen. Wie es seine Umgebung eroberte: mit wachen Augen, aufmerksamen Ohren, festen Fingern. Sein Lachen, sein Jauchzen, seine ersten Schritte.
Jahrestag: Sieben Jahre nach Beginn des Krieges im Irak lassen sich Silberstreifen am düsteren Horizont erkennen, doch immer noch blockieren gigantische Probleme den Wiederaufbau
Die Wirtschaft am Boden, das Schulwesen desolat, die Politik wenig entscheidungsfähig - der Irak hat sich von dem Krieg, der heute vor sieben Jahren begann, noch kaum erholt. Dennoch hegen die Bewohner Hoffnung auf ein normales Leben. Von unserer Korrespondentin Birgit Cerha
Eine Autofahrt durch Bagdad ist herzzerbrechend", berichtet die junge irakische Studentin Hela, die sich nach zehn Jahren Exil erstmals wieder in die Heimat wagte. Müllhaufen türmen sich auf den durch Explosionen durchlöcherten Straßen, verarmte Kinder spielen vor zerstörten Gebäuden und an vielen Stellen glühen kleine Brände in Schutthalden. Das Grün ist aus dem Straßenbild verschwunden. Hier gibt es nur Staub und Sand und die quälende Sorge ums tägliche Überleben.
Vorkommen: Der Boden Iraks birgt nach Expertenschätzungen mindestens doppelt so viel Öl wie die bisher nachgewiesenen 115 Milliarden Barrel. Der Irak würde damit vom viertgrößten Ölstaat nach Iran, Kanada und Saudi-Arabien auf den ersten Platz rücken.
Ohne Mandat der UNO begann US-Präsident George Bush am 20. März 2003 an der Spitze der "Koalition der Willigen" mit einem gezielten Bombenangriff auf die irakische Führung in Bagdad den Krieg zum Sturz der Diktatur Saddam Husseins. Weitere Luftangriffe sowie eine Invasion amerikanischer und britischer Truppen führten im April 2003 zur Kapitulation der irakischen Streitkräfte.
Nach einer Studie der Universität Basel leben zehn Millionen Iraker - etwa 30 Prozent der Gesamtbevölkerung - heute in absoluter Armut. Sie müssen mit weniger als zwei Dollar im Tag auskommen.
Geschichte: Vor genau 20 Jahren, am 18. März 1990, stimmen die Bürger der DDR erstmals frei über ein demokratisches Parlament ab / Damit wurde der Grundstein für die Wiedervereinigung gelegt
Von Horst-Dieter Schiele
Die Frage lautet: Gab es in der DDR zu irgendeinem Zeitpunkt freie und demokratische Wahlen? Die Antwort heißt meist "Nein". Nur wenige sind sich unsicher. Tatsächlich wurde zweimal frei gewählt: erst die Volkskammer und dann die Kom-munalparlamente.
Technoseum Mannheim: Sonderausstellung zur Nanotechnologie führt auf eine Reise in die faszinierende Welt der atomaren Strukturen
Von unserem Redaktionsmitglied Thorsten Langscheid
"Yes, we can" - so heißt die zeitgenössische Antwort auf den Physik-Nobelpreisträger Richard Feynman, der vor 50 Jahren prophezeite, "dass wir zuguterletzt sogar die Atome so anordnen können, wie wir es wollen". Das Mannheimer Technoseum macht in einer faszinierenden Sonderausstellung Einblicke in die Welt der Nanotechnologie möglich.
Online-Ausstellung: Das Technoseum in Mannheim bewirbt seine Sonderausstellung zur Nanotechnologie mit einem Online-Rätselspiel
Es muss für 30 Mannheimer, die in den Online-Netzwerken wie "facebook" oder "twitter" besonders viele Kontakte haben, schon ein bisschen merkwürdig gewesen sein, als ihnen kürzlich jeweils eine Kiste mit rätselhaftem Inhalt zugestellt wurde.
Dritte Welt: Entwicklungshilfe kann nur funktionieren, wenn sie den Menschen überzeugt - eine Reise durch eines der ärmsten afrikanischen Länder
Von unserem Redaktionsmitglied Stefanie Ball
Wenn ein deutscher Geldgeber den Eindruck hat, dass es mit der Entwicklungshilfe mal wieder nicht so ganz funktioniert, liegt das nicht selten an falschen Erwartungen. Geld allein reicht nicht - die Menschen wollen überzeugt werden. Und das dauert.
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