Waldeck/Kassel.
Nach dem Flugunglück in Nordhessen mit einem Schwerverletzten ist ein Flugleiter vom Dienst suspendiert worden. Auf dem Sportflugplatz in Waldeck seien gravierende Verstöße festgestellt worden, sagte gestern ein Sprecher des Regierungspräsidiums Kassel (RP). Der bislang für die Aufsicht zuständige Mann sei auch Fluglehrer. Einzelheiten zu den Verstößen wurden nicht bekannt. Da es bei dem Unglück einen Verletzten gegeben habe, ermittele auch die Staatsanwaltschaft, teilte das RP weiter mit. Die Unterlagen zu dem Fall seien jedoch noch nicht angekommen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Der 49 Jahre alte Pilot eines Leichthubschraubers aus Calden im Kreis Kassel hatte laut Polizei am Samstag die Startfreigabe erhalten, als ein Segelflieger auf der gleichen Bahn zur Landung ansetzte. "Das ist der GAU auf einem Flugplatz. Das darf nicht passieren", betonte der Sprecher.
Nur Notlandung geglückt
Wenige Meter über dem Boden berührten sich Segelflieger und Hubschrauber. Das Segelflugzeug stürzte zu Boden, ein 33 Jahre alter Flugschüler aus Berlin wurde schwer verletzt. Dem 49-Jährigen gelang eine Notlandung mit dem sogenannten Gyrocopter. lhe