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Kinderbetreuung: Verbände fürchten schlechtere Standards

Widerstand gegen Gesetz

Wiesbaden. Gegen die vom Land geplante Neuorganisierung der Kinderbetreuung hat sich ein breites Aktionsbündnis formiert. Zusammen mit anderen Verbänden startete gestern die Liga der freien Wohlfahrtsverbände eine Kampagne gegen ein von der CDU/FDP-Regierung geplantes Gesetz. Künftig soll bei der Betreuung das Personal pro Kind und nicht pro Gruppe berechnet werden. Außerdem können künftig bis zu 20 Prozent der Betreuer aus fachfremden Berufen kommen.

Die Liga sprach von einem "erheblichen Rückschritt" für die Kinderbetreuung in Hessen. Das Gesetz bringe größere Gruppen und mache familienfreundliche Öffnungszeiten in den Kitas unmöglich, sagte Liga-Vorstandsmitglied Thomas Domnick. Er kritisierte außerdem, dass die Anforderungen ans Fachpersonal deutlich gesenkt werden sollen. Außerdem sei die Einbindung von behinderten Kindern im Gesetz nicht geregelt. Die bis zum 25. April befristete Kampagne, die nach eigenen Angaben 2800 Kindertagesstätten in Hessen betreiben, läuft unter dem Motto "Kita-Qualität im Sinkflug". Rund 30 000 Eltern hätten bereits mit ihren Unterschriften in Kitas gegen das Gesetz protestiert. lhe

© Südhessen Morgen, Freitag, 15.02.2013
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