Bauhaus-Serie: Die Genossenschaftliche Burg, ein Bauhaus-Ensemble im Mannheimer Hafen
Von unserer Mitarbeiterin Susanne Kappele
Welcher Mannheimer kennt sie noch, die großen Backsteinbauten im Industriehafen, die bis 1996 das größte Produktions- und Lagerzentrum der Konsumgenossenschaften in Süddeutschland bildeten? Dem Projekt Rhein-Neckar-Industrie-kultur, einer noch jungen, auf bürgerschaftlichem Engagement basierenden Initiative, ist es zu verdanken, dass nun eine Ausstellung im Markthaus in Mannheim-Neckarau den Blick auf die Genossenschaftliche Burg lenkt.
Bauhaus-Serie: Unter Walter Gropius entstand vor 80 Jahren in Karlsruhe die Dammerstocksiedlung - als Vorzeige-Objekt des Neuen Bauens
Von unserem Redaktionsmitglied Inna Hartwich
Kasimir Malewitsch hatte mit dem Bauhaus-Gedanken wenig zu tun. Und doch hat sich der ukrainische Avantgardist hier eingeschlichen, hat sich Zugang verschafft, unauffällig Platz genommen auf 45 Quadratmetern Wohnfläche. Mit Quadraten konnte Malewitsch ja ohnehin gut. Am Rande von Karlsruhe ist allerdings nicht sein berühmtes "Schwarzes Quadrat" zu sehen, sondern eher ein kleines graues auf grauem Grund. Ein orangefarbenes findet sich auch.
Bauhaus-Serie: Mit dem Abriss des Pauline-Maier-Hauses des Architekten Fritz Nathan in der Oststadt verliert die Stadt ein großes Stück Bauhaus-Erbe
Von unserem Redaktionsmitglied Inna Hartwich
Sie ist eine betagte Dame. 78 Jahre nagen an ihrer schlanken Statur. Langsam siecht sie vor sich hin. Die Augen vieler richten sich beim Vorbeigehen unwillkürlich auf sie, und doch scheint sie von allen verlassen. Zeigt sich nur noch als Skelett in ihrer grünen Umgebung, in der Bassermannstraße, zwischen dem südlichen Neckarufer und dem Unteren Luisenpark. Dabei ist sie eine der letzten Zeugen ihrer Zeit, einer Zeit, die vieles auf den Kopf stellte und so einiges miteinander verband.
Bauhaus-Serie: Stararchitekt Mies van der Rohe plante einst das Nationaltheater - das die Mannheimer jedoch ablehnten
Von unserer Mitarbeiterin Bernadett Groß
Was wäre, hätte Mannheim den Mut gehabt, Ludwig Mies van der Rohes Entwurf für das Nationaltheater zu verwirklichen? Es besäße heute einen außergewöhnlichen Glasbau, mit dem es sich in Architekturkreisen weltweit einen Namen hätte machen können.
Bauhaus-Serie: Mannheims Baudirektor Josef Zizler (1881-1955) setzte sich in den 20er Jahren konsequent für das Neue Bauen in der Stadt ein
Von unserem Redaktionsmitglied Inna Hartwich
Nein, Schulpaläste sollten es nicht werden. Weg mit aller Verschnörkelung, nichts mehr mit Historismus und Jugendstil. In den Schulen - und in den Wohnungen. Sparsamkeit und Klarheit sind die Stichworte, mit denen der Bauamtsleiter Josef Zizler Ende der 20er Jahre das städtebauliche Bild Mannheims zu verändern versucht. Zizler, der 1921 aus Bayern in die Quadratestadt zieht, hat vor allem eins im Gepäck: seine Begeisterung für die Neue Sachlichkeit.
Bauhaus-Serie: Vor 90 Jahren wurde das Bauhaus gegründet, das 1930 auch den Mannheimern in der Kunsthalle von neuen Wohnwelten erzählte
Von unserem Redaktionsmitglied Annika Wind
Ernst Kállai betrachtete das Bauhaus nicht ohne Spott: Gewürfelte Tapeten oder Damenunterwäsche ohne jegliches Dekor - alles, so amüsierte sich der Journalist 1929, orientiere sich neuerdings an den neuen, klaren Formen. "Zehn Jahre ist es her, seit Walter Gropius die Weimarer Kunstgewerbeschule umorganisiert und ihr den Namen Bauhaus gegeben hat", schrieb der Kunstkritiker in einem Artikel. "Seitdem weiß jeder Bescheid: Alles ist im Bauhausstil."
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