Kulturpolitik: Ergänzende Überlegungen zu unserer Serie Kulturpotenziale 2020 von Mannheims Stadtarchiv-Leiter Ullrich Nieß
Von unserem Gastautor Ulrich Nieß
Was eine europäische Kulturhauptstadt für eine Stadt, eine Region und ihre Gesellschaft bewirken kann, zeigen uns aktuell Essen und das Ruhrgebiet. Mit ihrem Motto "Kultur durch Wandel - Wandel durch Kultur" signalisiert die Region, worauf sie vertraut. Einst von Kohle und Stahl geprägt, soll die Kultur Antworten auf gesellschaftliche Veränderung geben und neue Wege aufzeigen.
Serie: Um Filmkunst und Kino ist es auch an Rhein und Neckar nicht schlecht bestellt, was nicht zuletzt den beiden Festivals zu verdanken ist
Von unserem Redaktionsmitglied Thomas Groß
Film ist ein flexibles Medium, offen für alle möglichen Fragestellungen und für allerlei Formexperimente. Oft aufwendig und sehr teuer zu produzieren, läuft seine Wahrnehmung geradewegs aufs Gegenteil hinaus. Im Kino und Fernsehen gibt es schließlich Filme zuhauf, in jedem Winkel der Republik, gar fast der Welt, lassen sich welche anschauen. Wie sollte diese Kunstform zum kulturellen Potenzial einer Region besonders beitragen können?
Serie: An der Schnittstelle zwischen Tanz, Performance und Installation mangelt es nicht nur der Metropolregion an Offenheit
Von unserem Redaktionsmitglied Ralf-Carl Langhals
Wer an Performance denkt, hat meist kein Geld zu verschenken. Geldanleger und Risikomanager bezeichnen mit dem der Kunst entlehnten Begriff ein Maß für das Verhältnis von Ertrag und Risiko einer Kapitalanlage...
Serie: Mannheim und die Region sind in Sachen Klassik sehr stark, doch das Zeitgenössische bietet großes Entwicklungspotenzial
Von unserem Redaktionsmitglied Stefan M. Dettlinger
In der Tat: Es dürfte nicht viele Orte in Deutschland (und damit der Welt) geben, an denen klassische Musik in einer Konzentration wie in der Metropolregion zu erleben ist. Guten Gewissens können wir eine Situationsbeschreibung in eher einsilbiger Form wagen: Mit vier Sinfonieorchestern, einigen kleineren Klangkörpern, unzähligen Konzertreihen in großen und kleinen Sälen, den Schwetzinger Festspielen und dem Heidelberger Frühling gibt es nichts zu meckern. Alles ist gut.
Serie: Die Metropolregion Rhein-Neckar kann im Pop auf einige Leuchttürme zählen und aus vielen Kreativquellen schöpfen
Von unserem Redaktionsmitglied Jörg-Peter Klotz
Mit Blick auf die Zukunft der Pop- und Rockszene muss Mannheim keinen "Neckarbrückenblues" haben. Nicht nur altgediente Aushängeschilder wie Joy Fleming könnten ihren Beitrag zur Präsenz von Quadratestadt und Metropolregion in einem möglichen Kulturhauptstadtjahr 2020 leisten. Man muss Xavier Naidoo nicht im Prophetengeschäft Konkurrenz machen, um vorherzusagen, dass der Mannheimer Vorzeige-Popstar auch in zehn Jahren noch genug Zugkraft für derlei Projekte haben wird.
Serie: Die Metropolregion Rhein-Neckar ist im Schauspiel gut aufgestellt, bedarf aber langfristiger Verknüpfung
Von unserem Redaktionsmitglied Ralf-Carl Langhals
"Was kann eine gute stehende Schaubühne eigentlich bewirken?", fragte Friedrich Schiller 1784 in seiner vor der Kurfürstlichen Deutschen Gesellschaft in Mannheim gehaltenen Rede, die neu überschrieben in der "Rheinischen Thalia" unter dem geläufigen Titel "Die Schaubühne als eine moralische Anstalt betrachtet" erschien.
Serie: Die Chance der Kunstszene in Mannheim liegt in ihrer Vernetzung - davon können auch die Museen lernen
Von unserem Redaktionsmitglied Annika Wind
Protest kommt manchmal mit der Post. In Form einer (fiktiven) Todesanzeige etwa, wie sie kürzlich der Maler Edgar Schmandt verschickte. Auf einer Collage beschwerte er sich plakativ über seinen "jahrelangen Kulturhunger" in Mannheim, an dem er nun verstorben sei. Auch Joseph Beuys zählte zu denen, die öffentlich protestierten: Im Rahmen eines Happenings trat er eines Tages sogar offiziell aus der Kunst aus. Gute Kunst konfrontiert, aber nie ohne guten Grund.
Serie: Die Metropolregion hat sich zu einem bundesweit bedeutenden Jazz-Zentrum entwickelt - das aber noch ausbaufähig ist
Von unserem Redaktionsmitglied Georg Spindler
Hat Aschenputtel etwas mit Jazz tun? In der Metropolregion Rhein-Neckar ziemlich viel - denn hier ist das einstige Kellerkind Jazz zu einem strahlenden Primus der Kulturlandschaft geworden.
Serie: Alles Spitze? Die Metropolregion Rhein-Neckar tut sich in der tänzerischen Bühnenpraxis eher schwer
Von unserem Redaktionsmitglied Ralf-Carl Langhals
Auf den ersten Blick ist die Tanzwelt im Delta in Ordnung. Im großen Nationaltheater (NT) erfreut sich das Kevin O'Day Ballett Mannheim zunehmender Beliebtheit, im Ludwigshafener Theater im Pfalzbau gastieren weltweit gefeierte Compagnien und auch Heidelberg gönnte sich bisher (zusammen mit Freiburg) seine kleine subversive Truppe pvc.
"Da geht noch was", sagen wir, wenn wir der Meinung sind, dass aus einer Sache mehr rauszuholen wäre. Wir meinen dies idealerweise nicht in blanker Gier nach mehr, sondern mit einem klaren Ziel vor Augen, das der Qualität Vorrang gibt. Das Ziel der Metropolregion Rhein-Neckar oder zumindest der Stadt Mannheim ist klar formuliert, Europäische Kulturhauptstadt 2020 möchte man werden.
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