Von unserem Redaktionsmitglied Annika Wind
Mannheim.
"Der Winter ist keine Jahreszeit, sondern eine Aufgabe", beschrieb Sinclair Lewis die Nachteile des kalten Wetters. Auch Maurice de Vlaminck (1876-1958) ließen die unwirtlichen Tage nicht kalt - er nutzte sie als künstlerische Herausforderung.
Von Carola Große-Wilde, dpa
Hamburg (dpa) - «Gute Geschäfte sind die beste Kunst». Das berühmte Credo Andy Warhols (1928-1987) schockierte einst die Kunstwelt. Führte er doch zusammen, was bis dahin nicht zusammen gehören sollte: Kunst und Kommerz.
Von Nada Weigelt, dpa
Berlin (dpa) - Bertolt Brecht hatte damit keine Probleme. Unumwunden räumte der große Autor «Laxheit in Fragen geistigen Eigentums» ein.
Hamburg (dpa) - Regisseur Fatih Akin feiert den Millionsten «Soul Kitchen»-Besucher, Kinderbuch-Heldin «Lola» steht in den Startlöchern.
Von Caroline Bock, dpa
Berlin (dpa) - Der Festivalchef trägt Smoking und spricht Englisch mit schwäbischem Akzent. Schlangestehen kann Spaß machen. Und spätestens zur Halbzeit dösen viele Cineasten ein, wenn auf der Leinwand ein rumänischer Film mit englischen Untertiteln läuft.
Imaginale: Das Theatre Isenkram aus Oslo begeistert im Schnawwl mit dem Gastspiel "The Toys Strike Back!"
Von unserem Mitarbeiter Dennis Baranski
Was wird der alten Dame auf ihrer unerwarteten Reise zum Mittelpunkt der Erde wohl begegnen? Na klar! Ein Supermarkt! Was auch sonst. Die mitgebrachten Spielsachen der Kinder aus dem Mannheimer Publikum bilden bei dem Imaginale-Gastspiel "The Toys Strike Back!" des Theatre Isenkram aus Oslo im Schnawwl den Ursprung fantastischer Geschichten für alle ab fünf Jahren.
Kabarett: Helge Schneider zeigt sich in Bestform und im ausverkauften Mannheimer Rosengarten ein neues, altes Programm
Von unserem Redaktionsmitglied Annika Wind
Helge Schneider hat die Hosen an. Noch, denn der Bund leiert bedrohlich. Zweifellos, sein Anzug ist maßgeschneidert - aber nicht für ihn. Beste Gelegenheit also, das Jackett festzustopfen und am Ende auszusehen, als trüge er einen engen Frack wie André Rieu. An diesem Abend ist der Walzerkönig allerdings nicht sein einziger Gast: Helge Schneider lässt im Mannheimer Rosengarten die Unterlippe hängen wie Udo Lindenberg, er tanzt den Moonwalk von Michael Jackson und läuft wie Peter Maffay.
Jazz: Ellingtons "Sacred Concert" im Ludwigshafener Pfalzbautheater - Bariton Alexandre Garziglia überrascht und überzeugt
Von unserer Mitarbeiterin Monika Lanzendörfer
Künstlerisch profitieren die Studenten der Mannheimer Musikhochschule am meisten von diesem Arrangement im Pfalzbautheater, während der Beethovenchor Ludwigshafen leicht ins Hintertreffen gerät. Bei der lautmalerischen Darstellung des Chaos vor der göttlichen Schöpfung kommt ihm zwar noch eine tragende Rolle zu: Er darf wirr durcheinander aufspringen und aufschreien. Doch danach wird die Erde auf waschechte Duke-Ellington-Art erschaffen.
Kunst: Manfred Matzke hat die Rheinauen fotografiert
Stille. Absolute und vollkommen friedliche Stille umhüllt den Betrachter, der in die Ferne blickt und sich in den Weiten des Wassers verlieren kann. An der Oberfläche schwimmen fast versunkene Fischerboote, spiegeln sich Bäume und treiben bizarr geformte Äste. Manfred Matzkes Bildband "Rheinauen - Relikte einer Landschaft" entführt auf eine Reise zwischen Basel und Mannheim, entlang des Oberrheins, entlang einer noch immer urwüchsig wirkenden Landschaft.
Heidelberger Frühling
Auch wenn der Titel anderes verheißt, treten beim 14. Heidelberger Frühling, der in diesem Jahr das Motto "Ach Europa" trägt, keineswegs nur Europäer auf. Das internationale Musikfestival präsentiert unter anderem die Pianisten Dejan Lazic, Khatia Buniatishvili, Kit Armstrong und Antii Siirala.
Das neue Buch: Martin Walser widmet dem "Jenseits" eine formschöne und persönliche Novelle
Von unserem Redaktionsmitglied Thomas Groß
"Glauben heißt, die Welt so schön machen, wie sie nicht ist", so steht es an zentraler Stelle in diesem Buch. Und die Literatur? Ihre Aufgabe sei es, etwas so schön zu sagen, wie es nicht ist. Das hat Martin Walser schon früher betont. Um Glauben geht es jetzt, um Hoffnung auch, obwohl man Glauben nur lernt, "wenn einem nichts anderes übrig bleibt", wie hier einmal formuliert wird.
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