Als Krisenmanager und kreatitiver Kopf hat sich Siegfried Dittler in nur zwei Jahren Amtszeit als Geschäftsführer der Alten Feuerwache Mannheim profiliert. Dass er jetzt überraschend die Quadratestadt verlässt, ist ein herber Verlust für die Kulturszene. Dittler hat die Feuerwache, als es dort wegen finanzieller Probleme lichterloh brannte, durch schwere Zeiten geführt. Nach seinem Amtsantritt im Juli 2010 schaffte er es durch seine besonnene und kompetente Art, innerhalb weniger Wochen den Gemeinderat davon zu überzeugen, das Kulturzentrum mit einem damals nicht unbedingt erwarteten Zuschuss von 843 000 Euro wieder auf ein solides Fundament zu stellen.
Zugleich hat Dittler auch kreative Akzente gesetzt: Dass er in einer multikulturell geprägten Stadt wie Mannheim Weltmusik als neuen Schwerpunkt förderte, bewies Fingerspitzengefühl, aber auch Mut; war dieses Programmangebot doch vorher weitgehend vernachlässigt worden. Und mit der Wiederbelebung von Stipendiatenprogrammen hat Dittler einen weiteren wichtigen Akzent gesetzt. Dass er die Wirtschaftsplanung für 2013 noch komplett übernimmt, ebenso wie die Programmplanung für das erste Halbjahr , lässt zumindest hoffen, dass sein Nachfolger seine Arbeit in geordneten Verhältnissen antreten kann.