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Für viele zu wenig

Von Stefan M. Dettlinger

Stefan Dettlinger

© red

Ja, es gibt Positives vom Mannheimer Mozartsommer zu vermelden. Aber es reicht bei weitem nicht aus, das zu überdecken, was augenscheinlich und negativ ist: Der Mozartsommer ist so etwas wie der Höhepunkt einer ganzen Reihe von Pleiten, Pech und Pannen am NTM-Opernhaus.

Zuerst aber das Erfreuliche: Mozarts Straße etwa, das Eröffnungsevent auf den 170 Metern Mannheimer Mozartstraße, bei dem man dem Salzburger Genius zwar nicht näher kam, das aber geeignet war, erste Kontakte mit ihm und dem ihm gewidmeten Festival aufzunehmen. Ähnliches wäre von der Multikulti-"Zauberflöte" "Il flauto magico", der "Anrufung der Nacht" mit anschließender Weinprobe oder dem abschließenden Klassik-Open-Air "Schloss in Flammen" zu sagen - sie alle sind geeignet, die immer wieder als elitär verunglimpfte Klassik für alle Menschen zu öffnen und - nebenbei bemerkt - Besucherzahlen nach oben zu schrauben, waren doch allein beim Open Air 5000 Menschen im Schlosspark Schwetzingen.

Ein Mozartfestival in einer Mozartstadt muss aber mehr leisten als Amuse-Gueules. Mozart für alle, das ist für viele zu wenig. Ernste Auseinandersetzungen, Tiefe und Kontemplation gab es kaum, Originalwerke von Mozarts wichtigsten Gattungen waren in diesem Jahr absolute Rarität.

Und dann Johann Christian Bach, der als Mozarts Vorbild Sinn macht, aber überwog. Die einzige Chance, die sein "Temistocle" und dessen Fürsprecher Operndirektor Klaus-Peter Kehr gehabt hätten, um Skeptiker zu überzeugen, nämlich Qualität - sie wurde schändlich vertan. Die am Wochenende vorgestellte Regie (in einem bei weitem nicht voll besetzten Opernhaus) ist eine ziemliche Unverschämtheit und wohl eine weitere Leiche im Opernspielplan, für die sich nach ein paar Aufführungen kaum mehr jemand interessieren dürfte.

Dem widerspricht in keiner Weise, dass das Nationaltheater Rekordzahlen verkündet: 12 930 Gäste sollen es genau gewesen sein, die meisten wohl bei "Schloss in Flammen" und Mozarts Straße.

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 10.07.2012
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