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Kunst-Aktion in Mannheim:

Busse und Bahnen stehen still

Archiv-Artikel vom Donnerstag, den 27.06.2013

© Thomas Rittelmann

Yael Bartana, eine freundliche junge Frau, die aus Israel stammt und mittlerweile in Berlin lebt, steht vor dem Mannheimer Hauptbahnhof und blinzelt in den verregneten Sommerhimmel. Zusammen mit Florian Malzacher, dem Künstlerischen Leiter des internationalen Off-Theaterfestivals Impulse ist sie nach Mannheim gekommen, um uns zu erklären, warum am Freitag, 28. Juni, um 11 Uhr morgens Busse und Bahnen in der Metropolregion für zwei Minuten stehenbleiben werden.

In Israel ist Jom haSho'a der Feiertag zum Gedenken an die Opfer und Widerstandskämpfer des Holocaust. Das ritualisierte Totengedenken ist fester Bestandteil der israelischen Identität. Bartanas Idee, "Zwei Minuten Stillstand" als soziale Gedenk-Skulptur und kollektive Performance in den Impulse-Standort Köln zu übertragen, ist auch in Mannheim auf offen Ohren gestoßen. In der Metropolregion stehen Busse und Bahnen der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH für zwei Minuten still. Auch Hier will man ein Zeichen für Toleranz und Offenheit setzten - und stellt sich seiner Betriebsgeschichte: Die Verkehrsbetriebe haben eine wissenschaftliche Studie in Auftrag gegeben, die sich mit der Beschäftigung von Zwangsarbeitern in den einzelnen Vorgängerunternehmen der RNV auseinandersetzt. Als "Zeichen aktiven Erinnerns sowie der Übernahme von Verantwortlichkeiten für unsere Gegenwart und Zukunft" will die RNV ihre Teilnahme am Gedenkprojekt verstanden wissen. rcl

(Mehr zu "Zwei Minuten Stillstand" in der Donnerstagsausgabe des "Mannheimer Morgen")

© Mannheimer Morgen, Donnerstag, 27.06.2013
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