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Hintergrund: Naidoo weist Vorwürfe zurück, OB Kurz reagiert

„Ich bin nicht rechtsradikal“  

Archiv-Artikel vom Mittwoch, den 08.10.2014

Fordert "Freiheit für Deutschland": Xavier Naidoo.

© Ellguth/Future Image

Xavier Naidoo hat gestern am Rande der Pressekonferenz zur TV-Show "Sing meinen Song - das Weihnachts-Special" im österreichischen Ellmau seine Auftritte als Redner bei Demonstrationen wie "Sturm auf den Reichstag" am 3. Oktober in Berlin kommentiert. Er betonte, dass "ich weder homophob noch irgendwie rechtsradikal bin. Ich habe selbst Morddrohungen aus der rechten Szene bekommen, als wir Rock gegen Rechts gemacht haben." Sein großes Vorbild sei Jesus, der auf alle Menschen zugegangen sei. "Ich möchte ebenfalls auf Menschen zugehen, egal wo sie sind, egal wo sie herkommen. Ich möchte von Liebe, Frieden, Gerechtigkeit und meiner Überzeugung sprechen. Am Tag der Deutschen Einheit war es eine tolle Möglichkeit."

Er habe die Menschen aufgefordert, alles für den Frieden zu tun. "Mir war bewusst, dass ich kritisiert werden kann, wenn ich das mache, aber es ist für mich an der Zeit, Stellung zu beziehen. Ich finde, wir sind an einem kritischen Punkt in Europa angekommen, und ich bin ganz klar gegen Krieg." Dass im Publikum Rechtsextreme wie Berlins NPD-Chef standen, dazu äußerte sich der Sänger nicht. Er stellte nur klar, dass er spontan und ohne Einladung das Wort ergriffen habe: "Ich war alleine mit meinem Fahrrad und bin im Regierungsdistrikt rumgefahren. Die Menschen haben mich, als ich im Publikum stand, angesprochen, ob ich etwas sagen möchte, und das habe ich getan."

Mannheims OB geht auf Distanz

Einer Anfrage der Mannheimer Grünen zu Naidoos Position als Imageträger der Stadt Mannheim griff OB Peter Kurz auf Anfrage unserer Zeitung vor: "Ich bedaure diese Entwicklung sehr. Xavier Naidoo ist ein sozial und für die Stadt engagierter und kreativer Künstler. Er stellt sich mit seinen politischen Äußerungen ins Abseits und in die Nähe von Personen, wo er meines Erachtens nicht hingehört. Er vertritt im Einzelnen radikal libertäre, anti-staatliche Positionen, mit denen wir uns als Stadt in keiner Weise identifizieren können."

Das werfe auch Fragen bezüglich der mit Naidoo und seinem Kompagnon Michael Herberger geplanten Konversionsprojekte auf: "Wir müssen genau die Inhalte und die Partner dieser Projekte betrachten. Zu einer Bewertung möglicher Ergebnisse ist es viel zu früh. Aber natürlich ist das für uns ein Thema. Eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit zur Darstellung der Stadt ist nicht aktuell, und derzeit auch nicht denkbar." jpk

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 08.10.2014
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