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Programm 2013 der Kunsthalle Mannheim: Die Kunsthalle Mannheim konzentriert ihr Programm 2013 auf nur drei Ausstellungen

Meisterblätter und Mythos Welt

Von unserem Redaktionsmitglied Annika Wind

Der Billing-Bau wird mit Max Beckmann und Otto Dix eröffnet.

© Prosswitz

So wenige Ausstellungsprojekte wie in diesem Jahr hat es wohl noch nie gegeben - aber wahrscheinlich auch noch nie so viele Aufgaben für das Museumsteam auf einmal. Gemeint ist die Kunsthalle Mannheim, die gestern ein, sagen wir, stark konzentriertes Programm für 2013 der Presse präsentierte. Nur drei Ausstellungen werden gezeigt: ein mehrmonatiges Skulpturenprojekt ab 16. März, mit dem der Mitzlaff-Bau vor seinem Abriss verabschiedet wird. Dann eine Schau im Rahmen des Fotofestivals. Und die großangelegte Gegenüberstellung von Otto Dix und Max Beckmann, mit der Direktorin Ulrike Lorenz den Billing-Bau wiedereröffnet.

Drei durchaus ambitionierte Projekte. Aber für ein Museum, das 2012 sechs und 2011 neun Ausstellungen gezeigt hatte, doch ungewöhnlich wenige. Der Kunst im öffentlichen Raum will man sich erst 2014 widmen - wenn der Mitzlaff-Bau als Ausstellungshaus wegfällt. Bis dahin steckt das Kuratorenteam viel Kraft in die Sammlung. Denn wenn im April 2014 der Mitzlaff-Trakt abgerissen wird, müssen alle dortigen Bestände ausgelagert sein. Und weil man durch den Umzug ohnehin jedes Werk bewegt, plant die Kunsthalle gleich drei Publikationen zur Sammlung - eine Dokumentation der Schau "Nur Skulptur" , ein "Meisterwerke-Katalog" über die wichtigsten Skulpturen und Gemälde und einen Teilbestandskatalog von Grafiken des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit. Alle drei Veröffentlichungen werden zeitversetzt erscheinen, die Arbeit für sie läuft aber seit Monaten - und bis in die nahe Zukunft. Als Ausstellungen sind folgende Projekte geplant:

"Nur Skulptur": Zurzeit ist die Kunsthalle bis 15. März geschlossen, weil der Künstlerkurator Bogomir Ecker eine große Skulpturenausstellung einrichtet, die auch die einstige Bestimmung des Mitzlaff-Baus sichtbar machen soll: Er war speziell für plastische Arbeiten geplant worden. Ecker hat (fast) alle Fenster, die man für Malerei-Ausstellungen im Laufe der Zeit verschlossen hatte, nun wieder geöffnet und zeigt von insgesamt 842 Skulpturen der Sammlung 393 in ungewöhnlichen Zusammenstellungen (bis 17. November).

Fotofestival: Das alle zwei Jahre stattfindende Internationale Fotofestival in Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg wird diesmal von der Magnum-Agentur und der Pariser Ausstellungsleiterin Andréa Holzherr bestimmt. Sie konzipiert in der Kunsthalle eine "Ausstellung in einer Ausstellung" und zeigt Fotos zum Thema "Heimatlos/Lost Territory" in Bogomir Eckers Skulpturenschau (14. September bis 10. November).

Dix/Beckmann: Von der Schau "Mythos Welt" erhofft sich Ulrike Lorenz "einen großen Publikumserfolg", mit dem sie den Jugendstil-Bau nach langer Sanierungszeit wiedereröffnet. Erstmals werden Max Beckmann und Otto Dix gegenübergestellt. Die Direktorin plant, 250 Werke der beiden bedeutenden Maler zusammenzubringen, darunter Gemälde, Grafiken und Zeichnungen aus der ganzen Welt. Dabei soll es um Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Künstler gehen, die in Bezug auf Sammler, Galeristen und Kuratoren zwar Berührungspunkte hatten, sich aber (wahrscheinlich) nie persönlich trafen (22. November 2013 bis 23. März 2014).

Geplante Ausstellungen 2014: Wenn ab April 2014 der Mitzlaff-Bau abgerissen wird, ist der Billing-Trakt der einzige Präsentationsort des Museums. In seinem oberen Stockwerk sollen 200 Meisterwerke der Sammlung gezeigt werden - wahrscheinlich dicht an dicht, denn normalerweise dient der dortige Platz nur für halb so viele Gemälde und Skulpturen. Sicher ist, dass in der Ausstellung "Arche" dann auch wieder Manets berühmtes Historienbild ausgestellt wird. Im unteren Stockwerk bekommt die Grafik den rechten Seitenflügel zugewiesen: Hier sollen zunächst "Meisterblätter" vom 15. bis 20. Jahrhundert in Kabinettausstellungen gezeigt werden. Damit hat das Museum endlich wieder für seine Grafiken einen festen Platz.

© Mannheimer Morgen, Samstag, 02.02.2013
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