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Musiktheater: Aktuelle Trends und Themen, die an europäischen Opernhäusen in der kommenden Saison die Spielpläne prägen

Nach Wagner folgen Verdi, Strauss oder Janácek

Von dpa-Korrespondent Gregor Tholl

Christoph Waltz inszeniert in Antwerpen "Der Rosenkavalier".

© dpa

Vielen Opern-Fans ist inzwischen klar, dass Europas vermeintliche Tophäuser (Wiener Staatsoper, Mailänder Scala, Paris oder London) nicht mehr die innovativen sind, sondern eher sogenannte Zweite-Reihe-Häuser wie die Oper Frankfurt, die Staatsoper Stuttgart, das Theater an der Wien oder die Opéra de Lyon. Im Folgenden eine Auswahl interessanter Themen und Thesen zur Saison 2013/14.

Nach Richard Wagner kommt nun verstärkt der andere große Jubilar des Jahres zum Zuge: Giuseppe Verdi, der am 10. Oktober vor 200 Jahren geboren wurde. Dabei fällt auf, dass die Häuser nicht unbedingt mit "Aida" gratulieren, sondern lieber "La Traviata" aufführen - zum Beispiel Duisburg (8.10.), Darmstadt (7.12.), Mainz (11.1.) oder das Theater an der Wien (1.7.). Doch auch "Don Carlos" (ab 12.10. etwa in Mailand), "Falstaff" (Stuttgart, 20.10.), "Il Trovatore" (Berliner Staatsoper, 29.11.) oder "La forza del destino" (München, 22.12.) werden gegeben.

Eine Sensation erwartet Opernfreunde in Belgien. Oscar-Preisträger Christoph Waltz inszeniert an der Vlaamse Opera "Der Rosenkavalier" von Richard Strauss. Die Erstaufführung ist am 15. Dezember in Antwerpen geplant. Im Januar soll es Aufführungen in Gent geben, später dann auch in Luxemburg und London.

Überhaupt ist Richard Strauss in der neuen Saison gefragt. Die Oper Frankfurt zum Beispiel bringt "Ariadne auf Naxos" (5.10.) und "Die Liebe der Danae" (15.6.) auf die Bühne. Die Bayerische Staatsoper in München (21.11.) und das Londoner Royal Opera House (14.3.) bekommen eine neue "Frau ohne Schatten".

Auch wenn kein besonderes Jubiläum rund um den tschechischen Komponisten Leo Janácek (1854-1928) anliegt, sind seine Opern wieder sehr präsent. "Jenufa" kommt an mehrere renommierte Häuser - etwa in Brüssel (21.1.), Graz (29.3.) oder Essen (24.5.). In der Deutschen Oper Berlin, den Opern Zürich und Zagreb sowie natürlich am Prager Nationaltheater läuft sie bereits. Weitere Janácek-Werke, die nun wieder auf die Bühne kommen, sind "Katja Kabanowa" (Staatsoper Berlin, ab 25.1., Regie: Andrea Breth) oder "Das schlaue Füchslein" (Hamburg, ab 9.3.; Wien, ab 18.6. in der Regie von Otto Schenk).

Das Teatro Real Madrid bringt die Opernversion des Schwulen-Westerns "Brokeback Mountain" von Charles Wuorinen (nach dem Libretto von Annie Proulx) auf die Bühne. Die Kinoversion von Ang Lee mit den Hauptdarstellern Jake Gyllenhaal und Heath Ledger gewann 2006 drei Oscars. Weltpremiere der Oper soll am 28. Januar 2014 sein.

Eine gute Beziehung pflegen der Intendant der Komischen Oper Berlin, Barrie Kosky, und sein Vorgänger Andreas Homoki, der jetzt in Zürich Chef ist. Kosky inszeniert in Zürich Puccinis "La fanciulla del West" (Premiere 22.6.).

Berliner "Zauberflöte" in den USA

Die aufsehenerregende Berliner Inszenierung der Mozart-Oper "Die Zauberflöte" von Barrie Kosky und der britischen Theatertruppe "1927", die humorvoll Filmanimation, Stummfilm-Ästhetik, das Kabarett der Weimarer Republik sowie die Interaktion der Sänger miteinander verknüpft, wird nun in die USA exportiert. Sechs Aufführungen in Los Angeles (unter Opernchef Plácido Domingo) soll es zwischen dem 23. November und 15.Dezember geben. Im April 2014 wird "The Magic Flute" dann auch in Minneapolis (Minnesota Opera) zu sehen sein.

© Mannheimer Morgen, Donnerstag, 29.08.2013
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