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Musiktheater: Hagen versucht sich an Herrndorfs Bestseller

„Tschick“ als Road-Oper

Oper «Tschick» in Hagen

Andrew Finden (Maik), Kristine Larissa Funkhauser (Isa), und Karl Huml (Tschick) im Theater Hagen. Foto: "Theaterhagen/Klaus Lefebvre

© DPA

Eigentlich ist es ein Ding der Unmöglichkeit, einen Text wie "Tschick" von Wolfgang Herrndorf auf die Opernbühne zu bringen. Es tobt das pralle Leben, es findet sich ein grelles Panoptikum der menschlichen Schrulligkeiten und gesellschaftlichen Tabus, der gescheiterten Lebensentwürfe und des Aufbruchs in eine ungewisse Zukunft. Herrndorf hat mit seinem Buch den Nerv einer Generation mit einer außergewöhnlichen Mischung aus Witz und Dreistigkeit getroffen.

Am Theater Hagen versucht man sich zumindest daran. Das Tempo hat man für die Bühne adaptiert: Im Libretto von Tiina Hartmann wird der Text gestrafft, der dramaturgische Bogen komprimiert. Das hat etwas Zeitgeistiges und entspricht dem Buch: schnelle Schnitte, rasante Bilder. Das Premierenpublikum reagierte begeistert, aber nicht enthusiastisch. In den gut zwei Stunden Spieldauer werden 29 Szenen abgearbeitet. Manche dauern nur Sekunden. Reflektierende Momente, in denen oft der Chor als übergeordnete gesellschaftliche Instanz ins Spiel kommt, gibt es selten, und wenn, dann sind sie rasch vorbei - das größte Manko dieser kurzweiligen Oper. Schon der Filmversion Fatih Akins wurde vorgeworfen, Herrndorf nur allzu brav zu bebildern. Komponist Vollmer und Librettistin Hartmann tappen in die gleiche Falle. (dpa)

© Mannheimer Morgen, Montag, 20.03.2017
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