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Comedy: Das hessische Komikerduo Badesalz beweist im Mannheimer Capitol, dass es sein Metier noch immer beherrscht

Doch niemals nur doof

Archiv-Artikel vom Freitag, den 15.05.2015

Von unserer Mitarbeiterin Sandra Dörr

Noch immer ziemlich lustig: Gerd Knebel (links) und Henni Nachtsheim in ihrem aktuellen Bühnenprogramm "Dö Chefs".

© Sandra Dörr

So lange auf der Bühne, und noch immer fällt ihm etwas Neues ein: Das Humorduo Badesalz kaspert sich mit "Dö Chefs" durch sein elftes Bühnenprogramm in 30 Jahren - und macht damit das Capitol in Mannheim gleich zwei Abende hintereinander voll.

Als zwei erfolglose Wirte an einem trostlosen Stadtrand mit noch trostloserer Speisekarte (Bockwurst mit und Bockwust ohne Senf) kommen Henni Nachtsheim und Gerd Knebel wieder auf die skurrilsten Ideen, verquicken sie in tiefstem Hessisch und schleudern sie salvenartig ihren Fans entgegen.

Die können sich mitunter gar nicht halten vor Lachen - und prusten derart laut los, dass selbst die beiden Comedians sich schwer beherrschen müssen, um nicht einfach mitzulachen. Es ist schon ein hartes Los, wenn man nicht mal als Wirt etwas wird, und so zermartern sich Henry (Henni Nachtsheim) und Paul (Gerd Knebel) die Köpfe, wie sie ihre beiden, unglücklicherweise direkt nebeneinanderliegenden Lokale zum Laufen bringen könnten. Die Lösung: eine Fusion statt Konkurrenz um nicht vorhandene Gäste.

"Dö Chefs" soll der neue Laden heißen - zu mehr Französisch taugt Pauls Mundart nicht. Entertainment soll Gäste anlocken. Doch welches? Den "Cirque du Kakerlaque" mit einem auf einem rollenden Handkäs' durch einen brennenden Zwiebelring balancierenden Krabbeltier schlagen sie ebenso in den Wind wie Lesungen aus eigenen Werken, etwa aus Henrys Romanentwurf - der ihn aber zu einer urkomischen Englisch-Parodie auf eine Oscar-Dankesrede motiviert: Presskopp für Nicole Kidman, "Thinpfiff" für Bruce Willis (nach einem Apfelwein-Abend) und "the famous Handcheese" für den Rest der Hollywood-Größen sind eben typisch hessische Arten, sich für eine dermaßen wichtige Auszeichnung zu bedanken.

Alternativ wäre auch ein Dankeslied möglich gewesen, beweist das Duo doch auch in diesem Programm wieder seine musikalischen Fähigkeiten als Sänger, an Gitarre und Saxofon. Doch der Traum platzt, und das Duo sitzt immer noch in der Provinz fest, sinniert über Auswanderpläne nach Barcelona und - aus ihrem ebenso schnellen wie sprunghaften Gebabbel heraus - auf einmal auch über ausgestorbene Berufe.

Auch mal flach

Was muss es für ein Spaß gewesen sein, als sie beiden sich die Herleitungen von "Schweinepriestern" (als die Schweine religiös wurden), "Fußabtreter" (einer ganz fiesen mittelalterlichen Foltermethode) und "Kugelschreiber" (sehr dicke Autoren) ausgedacht haben! So ist das eben mit Badesalz-Programmen. Da dürfen die Witze schon mal flach kommen, doof sind sie nie. Auch nach 30 Jahren nicht.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 15.05.2015
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