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Tanz: In der Reithalle auf Turley ist es kalt für die Performer

Eine späte Einsicht

Archiv-Artikel vom Dienstag, den 27.10.2015

Von unserer Mitarbeiterin Nora Abdel Rahman

Sie sei auf der Strecke geblieben, sagt die Astronautin. Und meint das im doppelten Sinn. Denn sie wollte von ihrem Vorhaben nicht ablassen und ist alleine von Io, einem der vier Monde des Planeten Jupiter, mit dem Raumschiff gestartet. Ihre Unternehmung scheitert. Auf dem Eismond Europa am Rande des Sonnensystems kommen ihr Projekt und ihr Leben ans Ende. An dieser Stelle setzt die Performance nach einer Kurzgeschichte des bekannten Science-Fiction-Autors Andreas Eschbach ein.

"Die Wunder des Universums" bietet für das Kollektiv mit dem widersprüchlichen Namen "wirhabendasnichtgewollt Produktion" um die Regisseurin Dorothea Eitel genügend Anreize für eine multimediale Arbeit. Schauspielerin Nika Wanderer übernimmt den Part der gestrandeten Astronautin. An ihrer Seite tanzt Anne Dietrich. Sie ist das Alter Ego, das Unbewusste und die Todesgöttin der Astronautin. Daneben gibt es noch die losgelöste Stimme der Erzählerin im Raum von Dennis Rehner und die atmosphärische Video- und Soundbearbeitung von Volker Hartmann-Langenfelder.

Projizierte Erinnerungsbilder

In der ehemaligen Reithalle der Turley Barracks in Mannheim ist es bitter kalt. Deswegen werden zu Beginn heißer Tee und Decken verteilt. Das passt gut zum Thema der Astronautin, die einsam auf einem der Styropor-Eisblöcke hockt und über ihr Leben nachgrübelt. Von ihrer erwachsenen Tochter weiß sie wenig, ihren Ex-Mann liebt sie vielleicht noch. Auch über die Freundschaft zu einem Astronauten denkt sie nach und was sie in ihrem konsequenten Weltraumleben vielleicht hätte anders machen sollen. Akustisch und visuell wird diese Reflexion durch den exotischen Tanz mit stampfenden Füßen raffiniert überblendet. Und auch die auf Styropor projizierten Erinnerungsbilder sind einfallsreich. Nur hätte man sich von der Astronautin mehr Erkenntnisse über das Treiben auf der Erde erhofft.

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 27.10.2015
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