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Hanna-Elisabeth Müller bei Eröffnung: Durch eine Absage kommt mit Hanna-Elisabeth Müller eine Sängerin der Region beim Eröffnungskonzert in Hamburg zum Einsatz

Elbphilharmonie startet mit Mannheimer Beteiligung

Archiv-Artikel vom Donnerstag, den 12.01.2017

Von unserem Redaktionsmitglied Ralf-Carl Langhals

Kam am Mittwoch per Flugzeug aus dem Schnee der Alpen unversehens nach Hamburg in die Elbphilharmonie: Sopranistin Hanna-Elisabeth Müller.

© Gonz

Als Teil des Starensembles sollte die schwedische Sopranistin Camilla Tilling neben Sängern wie Bryn Terfel oder Philippe Jaroussky am Eröffnungsabend dem NDR Elbphilharmonieorchester unter Thomas Hengelbrock stimmlich vorstehen. Doch dann kam Mittwochabend in Hamburg alles anders - und die waschechte Mannheimerin Hanna-Elisabeth Müller zu einem ungeplanten Auftritt.

Auf ihrer Facebook-Seite blinzelt die Sängerin auf einem Selfie noch recht unaufgeräumt und mit Freizeitbrille in die enge Flugzeugkabine. Und hängt einige Schneebilder an - aus dem Skiurlaub hat man sie geholt. Überrascht, aber euphorisch teilt sie auf ihrer Seite mit: "Aus dem Schnee in die Elbphilharmonie Hamburg - das ging schnell!!! Mein Debüt in Hamburg: bei der Eröffnung des neuen Tempels der Kunst live im NDR Fernsehen, ARTE Concert und vielen Radiosendern!"

An der Musikhochschule

Hanna-Elisabeth Müller

  • Hanna-Elisabeth Müller wurde in Mannheim geboren. Sie studierte bei Rudolf Piernay an der Musikhochschule Mannheim und ist mehrfache Stipendiatin (u. a. der Studienstiftung des Deutschen Volkes).
  • Sie ist Bundespreisträgerin der Wettbewerbe Jugend musiziert und "Ton und Erklärung", arbeitete auch mit Dietrich Fischer-Dieskau, Edith Wiens, Thomas Hampson und Wolfram Rieger.
  • Liederabende und Oratorienengagements führten sie nach Mittelamerika, Amsterdam, Stuttgart und London. Im April 2010 debütierte sie als Eurydike in Glucks "Orpheus"-Oper im Schlosstheater Rheinsberg.
  • Seit 2010 ist sie Mitglied im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper. Zu ihren Partien gehören Papagena (Zauberflöte), Berta (Il barbiere di Siviglia), Das erste Mädchen (Der Zwerg), Adelige Waise (Der Rosenkavalier), Blumenmädchen (Parsifal). 2014 debütierte sie mit einem umjubelten Liederabend beim Heidelberger Frühling. dms

Wenn man eine Künstlerin zum Kind der Region erklärt, so ist das im Falle Müller in hohem Maße berechtigt: geboren in Mannheim, aufgewachsen im pfälzischen Dannstadt-Schauernheim und ausgebildet in der Gesangsklasse von Talentschmied Rudolf Piernay an der Mannheimer Musikhochschule. Zudem genoss die kurpfälzische Künstlerin als "SWR2 New Talent" drei Jahre lang die Förderung des Südwestrundfunks. Es hat sich gelohnt: Mittlerweile ist Hanna-Elisabeth Müller längst keine Unbekannte mehr:

Debüts am Teatro dell'opera di Roma und an der Hamburgischen Staatsoper sowie Konzerte mit der Internationalen Bachakademie und Helmuth Rilling, mit dem Pariser Orchestre des Champs Elysées und Philippe Herreweghe oder dem RIAS Kammerchor sind Landmarken auf dem Weg ihrer bisherigen Karriere. Soweit sie diese auch geführt hat, Hanna-Elisabeth Müller kehrt immer wieder in die Region zurück: Mit der Pianistin Juliane Ruf feierte Müller im Mai 2013 im Jagdsaal des Rokokoschlosses unter anderem mit Richard Strauss' "Mädchenblumen", Benjamin Brittens "The Poet's Echo" und Robert Schumanns "Lieder der Mignon" ihr umjubeltes Debüt bei den Schwetzinger Festspielen. Ihre Teilnahme beim Heidelberger Frühling folgte 2014. Im gleichen Jahr wurde die Mannheimerin bei der Musikkritiker-Umfrage der Zeitschrift "Opernwelt" zur Nachwuchssängerin des Jahres gewählt. Schon damals freuten wir uns ein bisschen mit. Auch wenn sie inzwischen längst der Bayerischen Staatsoper angehörte. Sie war 2014 als Zdenka ("Arabella") die Sensation der damaligen Salzburger Osterfestspiele.

Treue zur Region

Schon 2013 hat diese Zeitung ihr "vokale Makellosigkeit am Fuße einer Weltkarriere" attestiert. Und 2011 porträtierten wir die sympathische Sängerin unter dem Titel "Zaubermädchen mit Zukunft" - manchmal ist es auch schön, Recht zu haben. Freilich freuen wir uns auch diesmal mit Hanna-Elisabeth Müller und hoffen, dass die Besprechungen ihres Auftritts am Mittwochabend ebenso hymnisch sein werden wie das Musikstück, in dem sie zum Einsatz kommt.

Wie fast immer bei pompösen Großveranstaltungen mit Ewigkeitsanspruch, diesmal ganz buchstäblich millionenschwer und in Anwesenheit des Bundespräsidenten und der Bundeskanzlerin zelebriert, steht ein bombastischer Klassiker auf dem Programm: Schiller-Worte in den Klängen von Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie, worin Müller den Sopran-Solopart übernimmt. Hoffentlich ist da die Freude in Hamburg und bei den Fernsehzuschauern eben so nah am schönen Götterfunken wie in Mannheim.

© Mannheimer Morgen, Donnerstag, 12.01.2017
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