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Heidelberger Frühling: Rafal Blechacz putzt die Tasten

Lieber ohne Sensationen

Archiv-Artikel vom Montag, den 27.04.2015

Seine leise Art lässt ihn ein wenig aus der Reihe fallen. Rafal Blechacz steht bei jener Plattenfirma mit dem gelben Etikett unter Vertrag, bei der sich Wunderknaben und Chopin-Preisträger (ob nun auf den ersten, zweiten oder dritten Platz gesetzt) die Klinke und den Steinway-Flügel in die Hand geben. Vor lauter Menschen, Pianisten, Sensationen könnte man den Überblick verlieren. Blechacz allerdings sucht nicht nach Sensationen, sondern nach seriösen Aussagen - und konzentriert sich auf das Standardrepertoire. Auch in der Heidelberger Stadthalle, wo er mit Bach und dessen "Italienischem Konzert" beginnt.

Frappant ist hier die Rundung seines Spiels, der erste Satz besteht bei ihm aus einer einzigen Bewegung, Brüche gibt es keine. Und selbst dort, wo harsche Brüche vorgeschrieben sind, in Beethovens Klaviersonate "Pathétique", wahrt Blechacz die Distanz. Und Klarheit: Seine Tastatur wirkt wie vom letzten Krümel Staub befreit - er wischt tatsächlich immer wieder drüber.

Stählerne Emphase

Es ist eine Haltung, die auch sein Chopin-Spiel prägt. Obwohl es Eigenwilligkeiten durchaus kennt, etwa die Radikalität der Tempowahl in der Mazurka Opus 56/2. Trotz der Tendenz zum samtpfötigen Weichzeichnen wird Blechacz auch der stählernen Emphase in der Polonaise Opus 44 voll gerecht. Doch Zugaben gibt es nur anderthalb, und einzig in der ersten saugt der Pianist aus dem charakteristischen Septimensprung die Kraft für eine "richtige" Gefühlswallung. Es ist das Intermezzo Opus 118/2 von Brahms. HGF

© Mannheimer Morgen, Montag, 27.04.2015
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