DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

 

Donnerstag, 27.11.2014

Suchformular
 
 

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • Drucken
  • Senden

Eine Droge und die Krone

Von Ilse Hannibal

© dpa

Mit Richard Wagners Musik kam ich schon früh in Berührung. Wir hatten auf dem Malwida-von-Meysebug-Gymnasium in Kassel einen tollen Musikprofessor, der unsere Klasse besonders liebte und uns ab Quarta mit Genehmigung des Direktors zweimal wöchentlich während der großen Pause in der Aula Wagners Musikdramen vorspielte und erklärte.

Es war faszinierend! Entweder man hat keinen Zugang zu Wagners Musik, oder man verfällt ihr - dann ist sie wie eine Droge. Wenn man überlegt, dass Wagner ja nicht nur die Musik schuf. Er war ja auch ein literarischer Mensch; seine riesige Bibliothek ist im Hause Wahnfried in Bayreuth zu besichtigen. Er verfasste selbst die Dichtungen - ich mag hier nicht Libretti sagen - zu seinen Musikdramen, versah die Textbücher mit genauen Regieanweisungen und schenkte uns somit: das Gesamtkunstwerk. Interessant, dass seine "Lichtgestalten" (z.B. Elsa im "Lohengrin" und Elisabeth im "Tannhäuser") die Tonart A-Dur, Bösewichter wie Telramund ("Lohengrin") Fis-Dur bevorzugen.

Musik, sagt Wagner, ist der Atem der Seele. Die besten Eingebungen kamen ihm bei Spaziergängen in freier Natur. Als ich vor Jahren als Vorsitzende des hiesigen Richard-Wagner-Verbands in Tribschen (Schweiz) war, wo Wagners Sohn Siegfried geboren wurde, hat mich das tief beeindruckt. Bekanntlich hat er ja dort seiner Cosima das herrliche Siegfried-Idyll geschenkt zur Geburt des gemeinsamen Sohnes und mit Musikern des Züricher Tonhalleorchesters im Treppenhaus des Tribschener Landhauses uraufgeführt. Ich nehme niemandem übel, wenn er Wagner nicht mag oder keinen Zugang zu seiner Musik findet. Man muss ihn halt begreifen. Ich liebe ja auch Verdi und Puccini, aber Wagner ist für mich die Krone.

Samstag, 26.01.2013
  • Drucken
  • Senden
 
 
TICKER

Das Wetter in der Metropolregion

Mannheim - Prognose für 12 Uhr

Das Wetter am 27.11.2014 in Mannheim: stark bewölkt
MIN. 2°
MAX. 7°
 
 
 

Offener Brief Kosminski (NTM)

Mannheim. Den Solidaritätszuschlag der deutschen Steuerzahler künftig für Kultur und Bildung zu verwenden - das fordert Mannheims Schauspielintendant Burkhard C. Kosminski in einem Offenen Brief an Bundesbildungsminsterin Johanna Wanka, die Staatsministerin für Kultur und Bildung, Monika Grütters, die baden-württembergische Kunstministerin Theresia Bauer und Kultusminister Andreas Stoch.

oder zum Herunterladen:

Goldenes Brett für Naidoo?

Seltsam doppeldeutig wird die schöne Redensart "Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen" bei der neusten Nachricht im Fall Xavier Naidoo: Der Mannheimer Popstar ist einer von drei Kandidaten für "Das Goldene Brett vorm Kopf". Das ist ein Wiener Satirepreis, dessen Vergabe aber… [mehr]

Veranstaltungen

Veranstaltungen SUCHEN

Partys, Ausstellungen, Weinfeste und Sport-Events. Unsere Veranstaltungsdatenbank weiß, was im Rhein-Neckar-Dreieck passiert.

 

Veranstaltungen MELDEN

Sie möchten uns Ihre Veranstaltung melden, schicken Sie uns eine E-Mail:

NTM-Spielzeitheft 2013/2014

Das komplette Programm des Nationaltheaters Mannheim für die Saison 2013/14.

Kontakt zur Kulturredaktion

Telefon (11.30-15.30 Uhr): 0621/392-1343
Fax:  0621/392-1366
 

Schreiben Sie uns eine E-Mail!

 

DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR