DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

Mittwoch, 01.03.2017

Suchformular
 
 

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • Drucken

Eine Droge und die Krone

Archiv-Artikel vom Samstag, den 26.01.2013

Von Ilse Hannibal

© dpa

Mit Richard Wagners Musik kam ich schon früh in Berührung. Wir hatten auf dem Malwida-von-Meysebug-Gymnasium in Kassel einen tollen Musikprofessor, der unsere Klasse besonders liebte und uns ab Quarta mit Genehmigung des Direktors zweimal wöchentlich während der großen Pause in der Aula Wagners Musikdramen vorspielte und erklärte.

Es war faszinierend! Entweder man hat keinen Zugang zu Wagners Musik, oder man verfällt ihr - dann ist sie wie eine Droge. Wenn man überlegt, dass Wagner ja nicht nur die Musik schuf. Er war ja auch ein literarischer Mensch; seine riesige Bibliothek ist im Hause Wahnfried in Bayreuth zu besichtigen. Er verfasste selbst die Dichtungen - ich mag hier nicht Libretti sagen - zu seinen Musikdramen, versah die Textbücher mit genauen Regieanweisungen und schenkte uns somit: das Gesamtkunstwerk. Interessant, dass seine "Lichtgestalten" (z.B. Elsa im "Lohengrin" und Elisabeth im "Tannhäuser") die Tonart A-Dur, Bösewichter wie Telramund ("Lohengrin") Fis-Dur bevorzugen.

Musik, sagt Wagner, ist der Atem der Seele. Die besten Eingebungen kamen ihm bei Spaziergängen in freier Natur. Als ich vor Jahren als Vorsitzende des hiesigen Richard-Wagner-Verbands in Tribschen (Schweiz) war, wo Wagners Sohn Siegfried geboren wurde, hat mich das tief beeindruckt. Bekanntlich hat er ja dort seiner Cosima das herrliche Siegfried-Idyll geschenkt zur Geburt des gemeinsamen Sohnes und mit Musikern des Züricher Tonhalleorchesters im Treppenhaus des Tribschener Landhauses uraufgeführt. Ich nehme niemandem übel, wenn er Wagner nicht mag oder keinen Zugang zu seiner Musik findet. Man muss ihn halt begreifen. Ich liebe ja auch Verdi und Puccini, aber Wagner ist für mich die Krone.

Samstag, 26.01.2013
  • Drucken
 
 
TICKER

Das Wetter in der Metropolregion

Mannheim - Prognose für 21 Uhr

Das Wetter am 1.3.2017 in Mannheim: leichter Regen
MIN. 3°
MAX. 9°
 

 

Kulturvision Rhein-Neckar

Kulturvision Rhein-Neckar

Vertreter aus Politik und Wirtschaft um Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz haben die Kulturvision Rhein-Neckar 2025 präsentiert. Mit drei Zielen: Stärkung der gesellschaftlichen, künstlerischen und überregionalen Wirkung der Kultur im Drei-Ländereck Baden-Hessen-Pfalz.

Laden Sie hier Dokumente zum Thema herunter:

 
 

Fotostrecke

Jubiläum: 60 Jahre NTM

Das Mannheimer Nationaltheater am Goetheplatz feiert in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag. [mehr]

Theatermagazin des Nationaltheaters

Theatermagazin

Welche Produktionen stehen diesen Monat auf dem Spielplan und was passiert hinter den Kulissen? Erfahren Sie mehr im Theatermagazin des NTM.

Serie Künstlerhäuser (mit Fotostrecke)

Atelier in den Weinbergen

Max und Emil trinken Tee - auf einem Schrank. Der hatte einst dem Impressionisten Max Slevogt (1868-1932) gehört. Und die Szene kein Geringerer als der große böhmische Künstler Emil Orlik gemalt. Auf dem Slevogthof in Leinsweiler ruhen sich die beiden Freunde so noch immer nach einer Wanderung aus… [mehr]

Gebildet

Auch wenn gemäßigte Töne zumeist gebildeter wirken, behaupten Zuspitzungen und Polarisierungen doch ihren Platz im Miteinander. So muss es nicht verwundern, wenn beispielsweise Computer von manchen Zeitgenossen über die Maßen geschätzt, aufgrund ihrer Speicherkapazität und Rechenleistung in… [mehr]

Veranstaltungen

Veranstaltungen SUCHEN

Partys, Ausstellungen, Weinfeste und Sport-Events. Unsere Veranstaltungsdatenbank weiß, was im Rhein-Neckar-Dreieck passiert.

 

Veranstaltungen MELDEN

Sie möchten uns Ihre Veranstaltung melden, schicken Sie uns eine E-Mail:

Kontakt zur Kulturredaktion

Telefon (11.30-15.30 Uhr): 0621/392-1343
Fax:  0621/392-1366
 

Schreiben Sie uns eine E-Mail!

 

DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR