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Nicht verzagen

Martin Luther wandelte sich vom Katholiken zum Protestanten, den er geradezu erfand. Bevor er die beträchtliche Leibesfülle entfaltete, von der zeitgenössische Gemälde künden, war er ein schlanker Mann. Luther verstand sich auch überhaupt auf Gegensätze: "Aus einem verzagten Arsch kommt kein fröhlicher Furz", hat er gesagt. Tatsächlich ist wohl keiner derart variantenreich, dass er zugleich deprimiert und ausgelassen sein könnte. Deshalb folgt der institutionalisierten Fröhlichkeit heute eigentlich auch die harte Zeit des Verzichts. Es ist den Religionen eigen, der Fröhlichkeit mit Skepsis zu begegnen. Jesus habe nie gelacht, wurde beteuert; der Kirchenvater Johannes Chrysostomos meinte, ein vernünftiger Mensch könne nicht mehr lachen, sobald er von den Qualen der Kreuzigung erfahren habe.

Die befreiende Wirkung von Witz und Humor wird indes kaum noch bestritten. Besonders die Fähigkeit, über sich selbst zu lachen, wirkt lebensdienlich. Üben lässt sie sich immer, von Hageren wie Dicken. Besonders jenen sei sie empfohlen, die im Allgemeinen nicht vor Fröhlichkeit zu bersten drohen. Auf alles keinen Furz zu geben, ist als Lebenshaltung zwar überholt. Doch verzagen muss man nicht. Und der Hintern? Der kann uns mal. Thomas Groß

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 13.02.2013
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