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Mai 2014 - Politbarometer Extra II:

Bekanntheit der Spitzenkandidaten gering

Archiv-Artikel vom Freitag, den 16.05.2014

Der Bekanntheitsgrad der Spitzenkandidaten von EVP und S&D, den beiden größten Fraktionen im Europaparlament, ist sehr gering: Auf die Frage, wer für die Europäischen Christdemokraten als Spitzenkandidat antritt, auch um später EU-Kommissionspräsident zu werden, wissen gerade einmal 15 Prozent aller Befragten und selbst nur 15 Prozent der CDU/CSU-Anhänger mit Jean-Claude Juncker den richtigen Namen, 5 Prozent nennen andere Namen als den des früheren langjährigen luxemburgischen Premiers und Eurogruppenchefs und 80 Prozent wissen überhaupt keine Antwort. 

Deutlich höher, aber absolut ebenfalls schwach, die Bekanntheit des aktuellen Parlamentspräsidenten Martin Schulz, den 27 Prozent aller Befragten und 39 Prozent der SPD-Anhänger namentlich als sozialdemokratischen Spitzenkandidaten kennen, 72 Prozent wissen das nicht (andere Namen: 1 Prozent). Zum Vergleich: Bei Landtagswahlen liegt der namentliche Bekanntheitsgrad von Herausforderern, die sich um das Amt des Ministerpräsidenten bewerben, im Schnitt der letzten 20 Jahre bei 54 Prozent, Amtsinhaber kommen auf durchschnittlich 71 Prozent.

Schulz als EU-Kommissionspräsident bevorzugt

Vom 13. bis 15. Mai 2014 hat die Forschungsgruppe Wahlen 1.303 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte in Deutschland telefonisch befragt. 

Beim Image liegt Jean-Claude Juncker ebenfalls hinter Martin Schulz: Auf der +5/-5-Skala (sehr hohes bis sehr niedriges Ansehen) wird der EVP-Spitzenkandidat - soweit bekannt - bei durchschnittlich 1,4 (CDU/CSU-Anhänger: 2,0) verortet, der sozialdemokratische Kandidat Martin Schulz erreicht 1,8 (SPD-Anhänger: 2,8). Damit liegt der aktuelle Parlamentspräsident und frühere Fraktionsvorsitzende der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten beim Ansehen nur vier Zehntel Skalenpunkte hinter Angela Merkel, die in dieser Woche 2,2 erreicht, sowie deutlich vor SPD-Chef Sigmar Gabriel mit aktuell 1,0.

Bei der Frage, wen die Deutschen als zukünftigen EU-Kommissionspräsidenten bevorzugen, liegt Martin Schulz mit 35 Prozent klar vor Jean-Claude Juncker, den sich nur 22 Prozent in diesem Amt wünschen. 13 Prozent sagen "weiß nicht" oder explizit "keinen von beiden" und 30 Prozent können mangels Bekanntheit überhaupt nicht antworten. Und während im Detail im SPD-Lager 65 Prozent Schulz und 12 Prozent Juncker präferieren, liegt die Zustimmung zu Juncker im Unionslager bei gerade einmal 33 Prozent, 24 Prozent aus dieser Gruppe hätten lieber Schulz als EU-Kommissionspräsidenten.

Bundespolitik entscheidend

Europapolitik gewinnt bei der Europawahl als Wahlmotiv zwar an Bedeutung, für eine knappe Mehrheit steht aber die Bundespolitik an erster Stelle: Nach 37 Prozent im Jahr 2009 begründen jetzt 42 Prozent der potenziellen Wähler ihre Wahlabsicht primär europapolitisch, für 54 Prozent (2009: 57 %) ist - auch wenn sie übernächsten Sonntag über die Zusammensetzung des 751-köpfigen Europaparlaments mitbestimmen - die Bundespolitik wichtiger, 4 Prozent (2009: 6 %) sind unschlüssig.  (Quelle: Forschungsgruppe Wahlen)  

Freitag, 16.05.2014
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