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Politbarometer:

K-Frage: Steinbrück macht leicht Boden gut

Archiv-Artikel vom Freitag, den 12.07.2013

Mannheim. Fast alle der nach Meinung der Befragten wichtigsten Politikerinnen und Politiker in Deutschland werden aktuell etwas besser bewertet als zuletzt. Wie immer wurde die Beurteilung mittels einer Skala von +5 bis -5 (halte sehr viel von / halte gar nichts von) vorgenommen. Außerdem wurde dieses Mal auch wieder neu gefragt, wer denn zu den Top Ten zählt: Danach gehört Wirtschaftsminister Philipp Rösler jetzt wieder dazu und wird dann beim nächsten Mal auch beurteilt, der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel scheidet dagegen aus dem Ranking aus.

Bundeskanzlerin Angela Merkel führt mit einem verbesserten Wert von 2,4 weiterhin und mit großem Abstand die Rangliste an. Es folgt Finanzminister Wolfgang Schäuble mit ebenfalls etwas verbesserten 1,5. Ein leichtes Plus ist des Weiteren für SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier (0,9) zu verzeichnen, geringfügig besser beurteilen die Befragten jetzt auch Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (0,7). Erneut zulegen kann der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, der jetzt bei 0,5 liegt. Mit jeweils 0,3 und Unterschieden nur im Hundertstelbereich werden gleich vier Politiker beurteilt: Der Grünen-Fraktionsvor-sitzende Jürgen Trittin verbessert sich damit etwas stärker als der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Ebenfalls etwas mehr zulegen kann der SPD-Parteichef Sigmar Gabriel, während sich Verteidigungsminister Thomas de Maizière nur leicht steigert. Schlusslicht im Ranking bleibt mit unveränderten -0,2 Außenminister Guido Westerwelle.

Beurteilung der Bundeskanzlerin

Ähnlich positiv wie in der letzten Zeit bewerten die Befragten die Leistungen der Bundeskanzlerin: 79% der Wahlberechtigten finden, Angela Merkel mache ihre Sache als Regierungschefin eher gut (Juni-I: 79%; Juni-II: 81%), 18% beurteilen ihre Arbeit eher negativ (Juni-I: 18%; Juni-II: 16%), lediglich 3% äußern sich nicht (Juni-I: 3%; Juni-II: 3%). Neben den Unions- (97%) und den FDP-Anhängern (91%) stellen auch Mehrheiten in den Reihen der SPD (67%) und der Grünen (68%) der Kanzlerin ein gutes Zeugnis aus, in den Reihen der Linken schließen sich 49% dieser Meinung an. 

Gewünschte(r) Kanzler(in): Merkel oder Steinbrück?

Der Vorsprung Angela Merkels vor Peer Steinbrück bei der K-Frage hat sich im Vergleich zu Ende Juni nur etwas verringert: Aktuell geben 62% der Befragten an (Juni-I: 59%; Juni-II: 65%), sie möchten, dass die CDU-Chefin auch nach der Bundestagswahl weiter Bundeskanzlerin bleibt, 29% sprechen sich für Peer Steinbrück als Regierungschef aus (Juni-I: 30%; Juni-II: 27%), 9% entscheiden sich für keinen der beiden (Juni-I: 11%; Juni-II: 8%). Während sich die CDU/CSU-Anhänger weiterhin nahezu geschlossen (96%) für Angela Merkel aussprechen (Juni-I: 96%; Juni-II: 97%), hat der SPD-Kanzlerkandidat bei den SPD-Anhängern vergleichsweise deutlich weniger Rückhalt (69%; Juni-I: 73%; Juni-II: 66%). 

Inhaltliche Unterschiede zwischen CDU/CSU und SPD?

Fast genau wie vor vier Jahren, rund zehn Wochen vor der Bundestagswahl, sind auch jetzt nur insgesamt 25% der Befragten der Meinung, dass sich die politischen Inhalte von CDU/CSU und SPD sehr stark bzw. stark unterscheiden (Juli-I 2009: 21%). Eine große Mehrheit von aktuell 69% findet, dass die Unterschiede zwischen den beiden Volksparteien eher gering sind bzw. es gar keine inhaltlichen Unterschiede gibt (Juli-I 2009: 72%). 6% machen dazu keine Angabe (Juli-I 2009: 7%). Die Anhänger von CDU/CSU, FDP und SPD sehen das jeweils ganz ähnlich (wenig / kein Unterschied: CDU/CSU: 65%; FDP: 66%; SPD: 72%); noch häufiger sind Linke- (80%) und Grünen-Anhänger (81%) dieser Ansicht.

Woran liegt die Schwäche der SPD hauptsächlich?

Die sich seit einiger Zeit in den Umfragen zeigende Schwäche der SPD führt eine Mehrheit von 72% der Befragten vor allem auf das politische Personal der SPD zurück, nur 21% meinen, es läge hauptsächlich an den Inhalten ihrer Politik (weiß nicht: 7%). Auch 76% in den eigenen Reihen geben die Hauptschuld den führenden SPD-Politikern, nur 17% sehen die Hauptursache für die Probleme in der SPD-Programmatik (weiß nicht: 7%).

Wurde in den Medien über Peer Steinbrück zu kritisch berichtet?

36% der Befragten sind der Meinung, dass über den SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück in den letzten Wochen und Monaten in den Medien zu kritisch berichtet wurde, 54% teilen diese Einschätzung nicht, 10% äußern sich dazu nicht. Ganz anders beurteilen dies die SPD-Anhänger: Von ihnen finden 60%, die Berichterstattung über Peer Steinbrück war zu kritisch (nein: 33%; weiß nicht: 7%). 

Wäre eine große Koalition für die SPD gut oder schlecht?

Eine Mehrheit von 51% ist der Meinung, für die SPD wäre es eher schlecht, wenn sie nach der Bundestagswahl eine große Koalition mit der CDU/CSU einginge, 37% glauben, eine Koalition mit der SPD als Juniorpartner der CDU/CSU brächte für sie eher Vorteile, 12% können dies nicht beurteilen. Leicht unterschiedlich bewerten dies die jeweiligen Parteianhängerschaften: Von den Anhängern der Union meinen 47%, dies sei für die SPD eher gut, und 43% eher schlecht (weiß nicht: 10%). Von den SPD-Anhängern halten dies dagegen die meisten (58%) für eher schlecht (gut: 34%; weiß nicht: 8%). (Quelle: Forschungsgruppe Wahlen)

Freitag, 12.07.2013
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