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China

Lage in Uiguren-Hauptstadt Ürümqi ruhig

Polizisten stoppen eine wütende Menge von Han-Chinesen, die Jagd auf Uiguren machen wollten.

Peking (dpa) - Unter den wachsamen Augen tausender Polizisten und Paramilitärs hat sich in Ürümqi in Nordwest-China die Lage nach den blutigen Zusammenstößen zwischen Uiguren und Chinesen weiter beruhigt.

 

Blutige Unruhen in chinesischer Uiguren-Region

Muslimische Uiguren und Chinesen sind in der Provinz Xinjiang gewaltsam aufeinandergetroffen (TV-Screenshot).

Peking (dpa) - Weniger als eineinhalb Jahre nach den blutigen Unruhen in Tibet sind die chinesischen Sicherheitskräfte erneut brutal gegen eine nationale Minderheit vorgegangen.

 

Expertin: Nicht alle Uiguren sind Separatisten

Halle (dpa) - Die Uiguren in der chinesischen Unruheprovinz Xinjiang sind nach Expertenmeinung längst nicht alle Separatisten. Wie viele Menschen tatsächlich die Unabhängigkeit wollten, wisse wohl niemand, sagte Gudrun Wacker von der Stiftung Politik und Wissenschaft dem Radiosender MDR Info.

 

Hintergrund: Unruhen im Vielvölkerstaat China

Die chinesische Nationalflagge: China ist ein Vielvölkerstaat.

Hamburg (dpa) - Im Vielvölkerstaat China kommt es immer wieder zu Unruhen. Ethnische Minderheiten wie Tibeter und Uiguren fühlen sich diskriminiert. Sie beklagen vor allem politische und kulturelle Unterdrückung.

 

Hintergrund: Die Uiguren in der Region Xinjiang

Muslimische Uiguren nach dem Verlassen einer Moschee in Kaschgar. (Archivfoto)

Hamburg (dpa) - Die Uiguren sind ein muslimisches Turk-Volk mit etwa zehn Millionen Menschen. Mehr als acht Millionen von ihnen leben in der Region Xinjiang im Westen Chinas, einem ethnischen Konfliktherd.

 

Analyse: China macht Exil-Uiguren verantwortlich

Von Bill Smith, dpa

Peking macht die in den USA lebende Uigurenführerin Rabiya Kadeer (Archivbild) für die Unruhen verantwortlich.

Peking (dpa) - Kaum hatte sich der erste Rauch über den Straßen der uigurischen Hauptstadt Ürümqi gelegt, hatten die chinesischen Behörden schon die Schuldige für die blutigen Krawalle ausgemacht: die von China als «Terroristin» verteufelte, in den USA lebende Uigurenführerin Rabiya Kadeer.

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