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Vertrag von Lissabon

Warnung vor Pfusch bei Eilgesetz zum EU-Vertrag

Bundeskanzlerin Merkel und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier bei der Unterzeichnung des neuen EU-Vertrages in Lissabon.

Berlin (dpa) - Der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler hat die große Koalition nach dem Urteil zum EU-Reformvertrag von Lissabon davor gewarnt, das neue Begleitgesetz überhastet zu erarbeiten.

 

So viel Europa wie nötig - oder so viel wie möglich

Von Dieter Ebeling, dpa

Irland: Plakate in Dublin am Tag nach der Abstimmung zum EU-Reformvertrag.

Brüssel (dpa) - Von Begeisterung war in Brüssel keine Spur. Der «Lissabon-Vertrag» kann kommen, hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden.

 

Hintergrund: Deutsches Parlament redet in der EU mit

Das Bundesverfassungsgericht hat zum Thema EU-Reformvertrag geurteilt.

Karlsruhe (dpa) - Mit seinem Urteil zum EU-Vertrag von Lissabon hat das Bundesverfassungsgericht die Rechte des Parlaments gestärkt. Künftig müssen in vielen Fällen zunächst Bundestag und Bundesrat entscheiden, bevor die deutsche Regierung neuen Regelungen in Brüssel zustimmt:

 

Reaktionen auf das Lissabon-Urteil

Berlin (dpa) - Auch nach dem Karlsruher Urteil zum EU- Reformvertrag halten Deutschland und die Europäische Union am Zeitplan für die noch ausstehende Billigung der neuen Rechtsbasis fest. Die Kläger werteten den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts am Dienstag als Bestätigung ihrer Bedenken.

 

Dokumentation: «Grundgesetz sagt Ja zu Lissabon»

Deutschland darf dem EU-Reformvertrag von Lissabon vorerst nicht zustimmen.

Karlsruhe (dpa) - Das Bundesverfassungsgericht hat den EU- Reformvertrag von Lissabon am Dienstag gebilligt, aber eine Stärkung der parlamentarischen Beteiligung gefordert. dpa dokumentiert Auszüge aus dem Eingangsstatement von Vizepräsident Andreas Voßkuhle:

 

Hintergrund: Verschärfte Kontrolle über EU-Recht

Von Wolfgang Janisch, dpa

Karlsruhe (dpa) - Natürlich wollten nach dem Karlsruher Urteil zum Vertrag von Lissabon wieder alle gewonnen haben: Außenminister Frank- Walter Steinmeier (SPD), weil er den europäischen Verbündeten die baldige Ratifizierung signalisieren kann, ebenso die Abgeordneten des Bundestages, weil sie künftig in Sachen Europa deutlich mehr mitzureden haben. Den größten Triumph trug am Dienstag aber ein Querkopf aus Bayern davon - Peter Gauweiler, CSU-Politiker und Europaskeptiker.

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