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Straßburg/Heidelberg. Die Chance war klein - und doch ist es zwei Heidelberger Studenten gelungen, US-Präsident Barack Obama in Straßburg persönlich eine Frage zu stellen. Noch mehr: Matthias Kutsch hat Obama und Ehefrau Michelle sogar die Hand geschüttelt. "Das fühlt sich super an. Das ist schon etwas Besonderes", sagte der 25-Jährige euphorisch im Anschluss. Kutsch war gemeinsam mit mehr als 300 Schülern und Studenten über das Deutsch-Amerikanische Institut (DAI) in Heidelberg zu dem besonderen Treffen eingeladen worden.
Gleich als zweiter Gast kam der Student an die Reihe bei dem Treffen Obamas mit Jugendlichen aus Frankreich, Deutschland und den USA. "Noch während ich meine Frage stellte, gingen die ersten SMS auf meinen Handy ein, weil ich ja im Fernsehen zu sehen war", schilderte Kutsch. Der Geschichts- und Politik-Student fragte den US-Präsidenten nach dessen Strategien gegen die Armut in der Welt. "Den Teil der Antwort, wo er auf seine eigene Biografie verwies und Hilfe zur Selbsthilfe als eine Weg benannte, fand ich gut", meinte der gebürtige Unterfranke. "Für mich war die Message der Begegnung: Macht etwas aus Eurem Leben."
Auch Studentin Ines Funke - ebenfalls mit dem DAI angereist - war glücklich. Die 19-Jährige konnte Obama fragen, ob er es bislang bereut habe, für das Präsidentenamt zu kandidieren. "Ich dachte, ich wäre nervöser", sagte sie. Mit der Antwort des Präsidenten war die Heidelbergerin, die Mathe, Französisch und Politik studiert, zufrieden. Fundiert und ernsthaft, so ihr Urteil.
Eine Schülerin aus Heidelberg wollte bei der Diskussion in Straßburg zudem wissen, wie schwer das Amt des mächtigsten Mannes der Welt auf ihm laste. Freimütig gab der vormalige Senator aus Illinois zu: Manchmal ist es frustrierend. Damit meinte er nicht die Weltpolitik. Was er vermisst, sind die Freiheiten des normalen Lebens. So könne er nicht mehr unbeobachtet ein Glas Wein oder eine Tasse Kaffee trinken, einfach einen Spaziergang machen oder den Sonnenuntergang beobachten. "Nun bin ich die ganze Zeit in Hotelzimmern." Vorteile des Präsidentenlebens habe sein Amtssitz - das Weiße Haus. Nun habe er sein Büro zuhause und könne zum Essen ein paar Treppen höher gehen. Entscheidend sei aber, dass er etwas für andere Menschen tun könne. (dpa)03. April 2009
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