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Stuttgart. Die Baubranche im Südwesten hat keinen Zweifel am Bau von Stuttgart 21 und erwartet Millionenaufträge für die heimische Branche. Das Bahnprojekt sei durch alle Instanzen gelaufen und genehmigt worden, betonte am Donnerstag der Präsident der Landesvereinigung Bauwirtschaft, Dieter Meyer-Keller, in Stuttgart. Zu glauben, es könne noch einen Baustopp geben, sei irreal. Es gebe einen Rechtsanspruch auf die Umsetzung des Vorhabens.
Nach Einschätzung des Präsidenten werden die Südwest-Firmen vor allem von der Bebauung der neuen Flächen profitieren, die nach dem Umbau des Kopfbahnhofs in eine unterirdische Durchgangsstation entstehen. Hauptgeschäftsführer Dieter Diener sagte, 4000 Bauarbeitsplätze könnten durch Stuttgart 21 - je nach konjunktureller Entwicklung - erhalten oder neu geschaffen werden.
Das Milliardenprojekt Stuttgart 21 sieht den Umbau des Stuttgarter Kopfbahnhofs in eine unterirdische Durchgangsstation und deren Anbindung an die geplante ICE-Neubaustrecke nach Ulm vor. Die Bahn geht bisher davon aus, dass die Tieferlegung 4,1 Milliarden Euro kostet und die Neubaustrecke nach Ulm 2,9 Milliarden Euro. Kritiker rechnen mit deutlich höheren Kosten. (dpa)
09. September 2010
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