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Berliner Tagebuch: Zwischen Bundestagspräsident Lammert und SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück scheint es Differenzen zu geben

Erst gerüffelt und dann geplaudert?

Archiv-Artikel vom Samstag, den 03.11.2012

Von unserem Korrespondenten Martin Ferber

Leere Stühle sind im Bundestag keine Seltenheit.

©  dpa

Berlin. Es ist ein schwerwiegender Vorwurf: Hat Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) in einem vertraulichen Hintergrundgespräch Journalisten erzählt, dass er SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück in einem persönlichen Gespräch gemahnt habe, nicht so häufig bei Sitzungen des Bundestags zu fehlen? Vom Parlamentspräsidenten ist offiziell zu diesem Thema nichts zu hören, auch Peer Steinbrück gibt sich, darauf angesprochen, reichlich wortkarg. Er habe 2009 und 2010 bei sieben Sitzungen mit namentlicher Abstimmung gefehlt, räumt er ein, danach nicht mehr. Im Übrigen könne er sich aber nicht daran erinnern, von Lammert gerügt worden zu sein. "Aber ich würde, wenn das der Fall gewesen wäre, den Bundestagspräsidenten bitten, dass er über persönliche Gespräche mit mir nicht in einem journalistischen Hintergrundgespräch Auskunft gibt - weil es dann unmöglich ist, weitere persönliche Gespräche zu führen."

Röslers Rat an die Briten

Seitdem Peer Steinbrück die Liste mit seinen 89 Vorträgen öffentlich gemacht hat, ist einer breiteren Öffentlichkeit bewusst geworden, wie begehrt Politiker als Redner sind. So hatte FDP-Parteichef und Wirtschaftsminister Philipp Rösler in diesen Tagen einen besonders beachteten Auftritt - er hielt an der renommierten "London School of Economics" einen Vortrag, an der schon die liberalen Urväter und FDP-Vordenker Ralf Dahrendorf und Friedrich August Hayek doziert hatten. Eindringlich mahnte er die Briten, keinen Sonderweg in Europa einzuschlagen. "Sich nur die Kirschen aus dem Kuchen zu picken, ist keine Grundlage für eine gute Partnerschaft." Und was die Euro-Krise angehe, so Rösler, da sei es notwendig, das eine oder andere Mal seine Meinung zu revidieren. "Die Bundeskanzlerin hat seit zwei Jahren nicht mehr das Wort alternativlos benutzt. Sie sehen, auch wir können dazulernen."

Bundestags-Fanclub für Frankfurt

Bayern München mag der mit Abstand erfolgreichste deutsche Fußballclub sein, Borussia Dortmund der neue Konkurrent auf Augenhöhe und Schalke 04 der "Meister der Herzen" - neben dem Bundesliga-Aufsteiger Eintracht Frankfurt sehen die drei Spitzenclubs blass aus. Denn die Frankfurter haben, was weder die Bayern noch die Borussen noch die Schalker haben - einen eigenen Fanclub im Deutschen Bundestag. Gegründet hat ihn Omid Nouripour, der sicherheitspolitische Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen. Der gebürtige Iraner tritt nicht nur als Rapper "MC Omid" auf, sondern ist auch Eintracht-Fan mit Herz und Seele.

© Mannheimer Morgen, Samstag, 03.11.2012
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