Gesundheit: Bronchitis, Bandscheibe, Blutabnahme - Einblick in den Alltag eines Landarztes im Pfälzerwald / Abschluss unserer Serie "Operation Gesundheit"
Von unserem Redaktionsmitglied Inna Hartwich
Die Not ist groß in der Provinz. Viele Landarztpraxen stehen leer, Mediziner fehlen. Im pfälzischen Elmstein füllt sich der Warteraum dagegen Tag für Tag. Hier kümmert sich Frank Seifert teilweise um 120 Patienten in zwölf Stunden - ein bewegter Alltag des "Herrn Doktor".
Serie: Als größte Profiteure im Gesundheitswesen erweisen sich die Pharmaunternehmen
Von unserem Redaktionsmitglied Stefanie Ball
Mannheim. An der Universität Greifswald läuft seit 1997 ein Projekt, bei dem Medizinforscher mehr als 4000 Probanden untersuchen. Ihr Blut wird getestet, ihre Gene auf Erbkrankheiten überprüft, ihr Körper im Kernspintomografen durchleuchtet. Ergebnis des weltweit einmaligen Projekts: Kaum ein Teilnehmer geht ohne Befund nach Hause. Beispiel Blutdruck: Nur 40 Prozent liegen innerhalb der Norm, alle anderen haben einen zu hohen oder zu niedrigen Blutdruck.
Serie: Lobbyisten sind im Gesundheitsbereich sehr aktiv und versuchen, die Politik in ihrem Sinne zu beeinflussen
Von unserem Korrespondenten Martin Ferber
Berlin. Der Vorgang ist eigentlich nicht der Rede wert. Nach einem Regierungswechsel beruft ein neuer Bundesminister einen Parteifreund in die Leitungsebene seines Ministeriums. Auch Philipp Rösler verfährt so, als er im Herbst vergangenen Jahres kurz nach seiner Ernennung zum Bundesgesundheitsminister seinen FDP-Parteifreund Christian Weber zum Abteilungsleiter für Grundsatzfragen ernennt. Doch die Personalie sorgt für Schlagzeilen.
Serie: Zunehmender Wettbewerb durch Versandhandel und Internet-Angebote wirbelt Apothekenmarkt durcheinander
Von unserem Redaktionsmitglied Dagmar Unrecht
Mannheim. Samstags ist der Unterschied besonders deutlich. Während Haydar Akin, Apotheker aus Neustadt an der Weinstraße, früher allein in seiner Bacchus-Apotheke etwas abseits der Innenstadt stand, kümmern sich inzwischen am Wochenende vier bis fünf Mitarbeiter um die Kunden. Seit Dezember 2007 hat der Apotheker aus der Pfalz umgestellt: Er betreibt eine klassische Vor-Ort-Apotheke, kooperiert aber zugleich mit der apo-rot Versandapotheke aus Hamburg.
Gesundheitsserie: Die Pflegeversicherung, die es seit 15 Jahren gibt, funktioniert nur nach dem Teilkasko-Prinzip
Von unserem Redaktionsmitglied Stefanie Ball
Mannheim. Vor 15 Jahren wurde die letzte große Lücke in der sozialen Versorgung geschlossen: Seither gibt es die Pflegeversicherung als neuen eigenständigen Zweig der Sozialversicherung. Und seither ist jeder verpflichtet, eine Pflegeversicherung abzuschließen. Wer gesetzlich krankenversichert ist, ist automatisch in der sozialen Pflegeversicherung versichert, und jeder privat Krankenversicherte muss sich privat für den Pflegefall absichern.
Gesundheitsserie: Operieren, Diagnostizieren, Besprechen, Papiere ausfüllen, Überzeugen, Übersicht behalten - Einblick in den Krankenhausalltag
Von unserem Redaktionsmitglied Stefanie Ball
In Krankenhäusern mangelt es an vielem - aber nicht an Patienten. Dafür hat der Arzt am Ende eines langen Tages das gute Gefühl, etwas Sinn-volles getan zu haben.
USA: Der Irrglaube von der Selbstregulierung des Marktes
Von unserem Korrespondenten Joachim Rogge
Statt sich darauf konzentrieren zu können, den Krebs in ihrem Körper zu bekämpfen, musste die alte Dame darum flehen, dass ihre Versicherung die Behandlungskosten übernimmt. Am Ende lief Madelyn Dunham die Zeit davon. Mit 86 Jahren starb Barack Obamas Großmutter einen Tag vor der Präsidentschaftswahl. Im Kampf um seine Gesundheitsreform hat Obama das Schicksal seiner Oma als Beleg für die Dringlichkeit angeführt, Amerikas Gesundheitssystem zu reformieren.
Großbritannien: Lange Wartezeiten und Arzneimittel-Rationierung
Von unserer Korrespondentin Jasmin Fischer
Lange Wartezeiten für Operationen, Rationierung teurer Medikamente und bisweilen katastrophale Zustände auf den Krankenstationen: Das britische Gesundheitssystem ist vor allem für seine Mangelverwaltung berühmt. Dabei war die Idee, Arm und Reich medizinisch gleich zu versorgen, einmal revolutionär.
Frankreich: Vorzeigemodell mit kleinen Schwächen
Von unserer Korrespondentin Birgit Holzer
Frankreichs Gesundheitssystem gilt als eines der besten. Dennoch hat der französische Staat mit Problemen zu kämpfen. Er wacht über die stark zentralisierte Krankenversicherung als eine der Säulen im System der sozialen Sicherung und übernimmt unter anderem die Kontrolle der Finanzierung und der Qualitätsstandards, die Ausbildung der Gesundheitsfachkräfte und die Verwaltung der Krankenhäuser.
Während die Deutschen über Vor- und Nachteile einer Gesundheitspauschale diskutieren, zahlen die Schweizer schon lange einen Einheitsbeitrag. Eidgenossen und in der Schweiz lebende Ausländer müssen eine "obligatorische Grundversicherung" abschließen. Diese wird allein von den Versicherten bezahlt. Die Höhe der Prämie ist vom Lohn unabhängig. Für Geringverdiener gibt es allerdings staatliche Zuschüsse. Zahnarztkosten sind durch die Grundversicherung nicht gedeckt.
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