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AfD-Vorsitzende: Die Interview-Äußerungen haben im In- und Ausland für Entsetzen gesorgt

„Petry würde sich in Nordkorea sicherlich wohlfühlen“

Archiv-Artikel vom Montag, den 01.02.2016

Frauke Petry im Gespräch mit den "MM"-Redakteuren.

© Tröster

Mannheim. Frauke Petry hat im In- und Ausland Empörung ausgelöst: Die AfD-Bundesvorsitzende hatte im Interview mit dieser Zeitung gefordert, durch den Einsatz von Schusswaffen bei Grenzkontrollen im Notfall illegale Grenzübertritte zu verhindern. Im Folgenden haben wir einige Stellungnahmen zusammengestellt.

Katrin Göring-Eckardt (Grünen-Fraktionschefin im Bundestag): "Frauke Petry offenbart die hässliche Fratze der AfD." Es zeige sich, dass die AfD eine zutiefst rassistische, diskriminierende und menschenverachtende Partei sei. "Hohe Stacheldrahtzäune an den Grenzen und Grenzpolizisten, die auf Flüchtlinge schießen, gehören nicht zu einem freien, demokratischen und rechtsstaatlichen Deutschland."

Thomas Oppermann (Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion): "Ihr Vorschlag erinnert an den Schießbefehl der DDR. Der letzte deutsche Politiker, der auf Flüchtlinge schießen ließ, war Erich Honecker. Frauke Petry hat sich politisch vollends verirrt. Mit ihrem Vorstoß macht Frauke Petry auf unerträgliche Art Stimmung gegen Flüchtlinge."

Jan Korte (Vize-Fraktionschef der Linken im Bundestag): "Nun weiß jeder, mit wem er es zu tun hat. Die Aussagen sind inhuman, verroht, antidemokratisch, und sie legen den Schluss nahe, dass sich Frauke Petry in Nordkorea sicherlich sehr wohlfühlen würde."

Peter Tauber (Generalsekretär der Bundes-CDU): "Den Schießbefehl an deutschen Grenzen haben wir zum Glück vor über 25 Jahren überwunden. Mit solchen Entgleisungen entlarvt sich die AfD selbst als Ansammlung frustrierter Ewiggestriger, denen Demokratie, Rechtsstaat und Werte wie Nächstenliebe und Barmherzigkeit nichts bedeuten."

Anton Hofreiter (Grünen-Fraktionschef im Bundestag): "Frauke Petry zeigt eine widerliche Geisteshaltung. Bei der AFD handelt es sich mindestens in Teilen um eine rechtsradikale Partei. Die gängige Bezeichnung als rechtspopulistisch gleicht inzwischen einer Verharmlosung."

Reinhold Gall (Innenminister Baden-Württemberg): "Frau Petry hat nun endgültig deutlich gemacht, welch Geistes Kind sie selbst und die AfD als Partei ist. Die Partei hat sich mit den Äußerungen zum Schusswaffeneinsatz gegen Flüchtlinge ins politische Aus manövriert. Politische Verantwortung sollten die Bürgerinnen und Bürger nicht in die Hände dieser Partei geben."

Nils Schmid (SPD-Chef Baden-Württemberg, Wirtschafts- und Finanzminister): "Frauke Petry schürt mit ihren Äußerungen den Hass auf Flüchtlinge. Während in Villingen-Schwenningen eine Handgranate auf ein Asylbewerberheim geworfen wird, will die AfD Flüchtlinge im Zweifel an der Grenze erschießen. Auf diese Weise werden Flüchtlinge systematisch entmenschlicht und es wird zugleich ein Klima von Hass und Gewalt herbeigeredet. Wer AfD wählt, der wählt nicht Protest, sondern Hass, Hetze und Gewalt."

Roger Lewentz (Innenminister Rheinland-Pfalz): "Die AfD entlarvt sich selbst als demokratiefeindlich und menschenverachtend, wenn sie Polizisten an der Grenze der Bundesrepublik auf Flüchtlinge schießen lassen will. Solche Forderungen können nur empören", so die Reaktion des rheinland-pfälzischen Innenministers Roger Lewentz auf entsprechende Verlautbarungen der AfD-Sprecherin Frauke Petry. Damit zeige diese Partei "ihr wahres Gesicht." (pre/dpa)

© Mannheimer Morgen, Montag, 01.02.2016
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