DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR

Mittwoch, 22.03.2017

Suchformular
 
 

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • Drucken

Staubige Gemengelage

Archiv-Artikel vom Mittwoch, den 22.02.2017

Von Peter Reinhardt   zum Diesel-Kompromiss

Reinhardt.jpg

Peter Reinhardt

© MM

Der Imageschaden ist fast maximal. Ausgerechnet die Autostadt Stuttgart wird wohl die erste deutsche Kommune sein, die Fahrverbote für die Luftreinhaltung verhängt. Das lässt sich auch nicht durch verbale Verrenkungen wegdiskutieren, wie sie Grünen-Regierungschef Winfried Kretschmann gestern versucht hat. Natürlich weiß er, dass solche Verbote höchst unpopulär sind und auch den einschlägigen Ruf der Grünen verstärken. Aber seine Partei trägt die Verantwortung auf Landesebene, im zuständigen Regierungspräsidium und mit Fritz Kuhn auch in der Stadt. Offenbar hat Kuhn so lange gebremst, wie es nur ging. Dass sich die mitregierende CDU dann bis zuletzt hinter dem großen Partner versteckte, zeugt nicht von großer Verantwortungsbereitschaft.

Auf kurze Sicht führt nach dem langen Zaudern an den lokal eng begrenzten Fahrverboten kein Weg mehr vorbei. Für die Anwohner besonders bitter ist allerdings, dass bei Wetterlagen wie in den letzten Wochen das nicht reichen wird, um die Luftbelastung unter die Grenzwerte zu drücken. Das gilt besonders für den Feinstaub. Deshalb wurde von den Befürwortern der Dieselverbote zuletzt zunehmend die Belastung mit Stickoxiden in den Vordergrund gerückt. Übermäßig transparent ist der Wechsel in der Begründung nicht abgelaufen. In der aufgeregten Debatte um mögliche Gesundheitsrisiken der Schadstoffe ist nahezu untergegangen, dass die Mediziner da durchaus unterschiedlicher Ansicht sind. Eine fundierte Abwägung der Gefahren könnte zur Versachlichung beitragen.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 22.02.2017
  • Drucken
 
 
TICKER

Bildung

Schulleiter dringend gesucht

Rhein-Neckar. Dem Handwerker erklären, welcher Wasserhahn in den Toiletten tropft. In der Pause die aufgelaufenen Anrufe abtelefonieren. Abends steht eine Sitzung mit dem Schulträger an. Gerade an kleinen Schulen haben Rektoren oft weitaus mehr zu tun, als auf ihrem Stundenplan steht. Sie verdienen… [mehr]

 

DAS NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR