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Umwelt: Vorstellung des vierten World Ocean Review / Ohne Schutz könnten sich die Ozeane laut Forschern „dramatisch ändern“

„Intakte Meere Lebensgrundlage für Menschen“

Archiv-Artikel vom Mittwoch, den 11.11.2015

Kiel/Berlin. Der Ozean wird nicht sterben. Da ist sich Martin Visbeck sicher - allerdings nicht ohne ein großes "aber" hinterherzuschieben. Denn nach Ansicht des Sprechers des Kieler Forschungsprojekts "Ozean der Zukunft" werden sich die Meere "dramatisch ändern", wenn die Menschen nicht besser mit ihnen umgehen. Das könnte soweit gehen, "dass die Meere möglicherweise nicht mehr die Dienstleistungen erbringen, die wir zum Leben brauchen", sagt Visbeck anlässlich der Vorstellung des vierten World Ocean Review (WOR) in Berlin. In dem mehr als 130 Seiten starken Bericht haben sich Wissenschaftler Gedanken über einen nachhaltigen Umgang mit den Meeren gemacht.

Der Mensch profitiert vom Meer. Er nutzt es als Transportweg, als Lebensmittel- und Rohstofflieferant oder als Erholungsort. Dabei wird das sensible Ökosystem oft aus dem Gleichgewicht gebracht: Durch Überfischung und das Einleiten von Giften und zu vielen Nährstoffen. Auch Öl- und Gasbohrungen, der geplante Abbau von Erzen aus der Tiefsee und zunehmender Tourismus können Schaden anrichten.

Forderungen der Forscher

Der Umgang mit dem Meer muss also nachhaltiger werden, so die Forderung. Aber wie? "Es geht darum, die Ökologie, die Ökonomie und die Menschen in Einklang zu bringen", sagt Visbeck. Konrad Ott ist Professor für Philosophie und Ethik der Umwelt an der Uni Kiel und Mitverfasser des Reports. Er plädiert für einen starken Nachhaltigkeitsbegriff, der sich für die umfassende Erhaltung aller Bestände von Naturkapitalien einsetzt. Ein Beispiel: "Starke Nachhaltigkeit lehnt Zerstörung der Mangrovenwälder ab, schwache Nachhaltigkeit könnte Umwandlung in Shrimpsfarmen und Touristikzentren akzeptieren", erklärt Ott.

"Meeresschutz ist kein Selbstzweck, sondern intakte Meere sind eben auch eine wichtige Lebensgrundlage für die Menschen", betont der schleswig-holsteinische Umweltminister Robert Habeck (Grüne). "Wenn wir jetzt überfischen, fehlt in der Zukunft eine Nahrungsgrundlage - und das bei einer wachsenden Weltbevölkerung." Es sei ein globales Problem, deshalb seien die Industrieländer gefordert, hier ehrgeizig voranzugehen. dpa

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 11.11.2015
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