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Onlinekriminalität: Der jüngst bekannt gewordene Daten-Raub setzt Behörden und Provider nun unter Druck

Schnelles Handeln gefragt

Mit einem gestohlenen Passwort können Hacker großen Schaden anrichten.

©  dpa

Berlin/Mannheim. Von dem jüngsten Diebstahl von 18 Millionen E-Mail-Adressen sind mindestens drei Millionen deutsche Nutzer betroffen. Aufklärung über das Ausmaß und den nötigen Schutz wird dringend erwartet. Erneut sind Kriminelle in den Besitz von Millionen Datensätzen im Internet gelangt. Das Gefährliche daran: Neben den 18 Millionen E-Mail-Adressen hatten sie auch die dazugehörigen Passwörter abgefischt.

Es ist nicht der erste Fall von Datenklau in großem Stil. Erst vor wenigen Monaten war bekanntgeworden, dass 16 Millionen Datensätze in die Hände von Kriminellen gerieten. Der aktuelle Vorfall zeige, dass das Thema Datensicherheit "endlich eine Priorität auf der Bundes- und Länderebene einnehmen" müsse, betonte gestern der Verein Cybersicherheitsrat Deutschland.

"Das BSI muss schnell handeln" sagte Vereinspräsident Arne Schönbohm. Nur wenn die betroffenen Nutzer schnell informiert würden und die nötigen Maßnahmen eingeleitet werden könnten, könne das Schadensausmaß begrenzt werden. "Bei einem solch großen Ausmaß an Datenklau von E-Mail-Adressen und Passwörtern wird deutlich, dass die zuständigen Behörden ihre Fähigkeiten anpassen und Ressourcen aufstocken müssen, um die Reaktionszeiten deutlich zu verbessern."

Schutz vor Daten-Raub

"Daten sind bares Geld wert", sagt Peter Hecko vom Chaos Computer Club Mannheim. Mitunter werden E-Mail-Accounts aber auch nur zum Spaß gehackt.

Problematisch sei, dass ein Nutzer möglicherweise nicht bemerkt, dass sein Postfach ausgespäht wurde.

"Wurde eine Mail-Passwort-Kombination erst einmal gehackt, wird diese auch für andere Dienste, wie zum Beispiel für Onlineshops, ausprobiert", sagt Hecko.

Ein Muss sei es daher, für jeden Onlinedienst ein anderes Passwort zu nutzen.

Zudem rät der Profi, stets ein "starkes Passwort" zu wählen - also Sonderzeichen einzubauen, auf Groß- und Kleinschreibung wie auch auf die Passwortlänge zu achten.

"Es ist wichtig, die Verantwortung für die eigenen Daten und für die anderer zu tragen", sagt Hecko. Schafft es ein Hacker, einen E-Mail-Account auszuspähen, hat er den Zugriff auf die Daten der darin gespeicherten Kontakte. bim

"Das Thema Daten-Raub ist in der Gesellschaft angekommen", sagte Peter Hecko, Mitglied des Mannheimer Chaos Computer Clubs unserer Zeitung. Dementsprechend gehen auch Unternehmen transparenter mit dem Problem um als noch vor einigen Jahren. "Der öffentliche Druck ist größer geworden, Daten-Raub kann nicht mehr geheimgehalten werden."

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Verden geht es bei dem neuen Fund um einen Berg "frischer Mail-Konten", die noch aktiv genutzt werden. Einige davon sollen aktuell bereits missbraucht worden sein, auch wenn es nur zum Versenden von Spam-Mails war.

Kein Administrator-Konto nutzen

Das BSI rät allen Internet-Nutzern, einige wesentliche Schritte zur Sicherheit zu ergreifen, darunter auf jeden Fall auch fünf "Kernmaßnahmen". Wer im Netz unterwegs ist, sollte dafür beispielsweise "keinesfalls ein Administrator-Konto" nutzen. Alle gängigen Betriebssysteme böten die Möglichkeit an, sich auch als Nutzer mit eingeschränkten Rechten anzumelden, betont die Behörde.

In Kürze will auch die Telekom ihren Kunden aktuelle Tipps im sicheren Umgang mit E-Mails und Passwörtern geben. So solle ein Passwort nicht als sinnvolles Wort erkannt werden können, rät das Unternehmen. Am besten sollten sich Nutzer einen Satz merken und aus deren Anfangsbuchstaben ein neues Wort bilden. dpa/bim

© Mannheimer Morgen, Samstag, 05.04.2014
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